Umwelt

Klimakatastrophe in Peru? Alerta!

Klimakatastrophe in Peru? Alerta!
Die Folgen des aktuellen El Nino in Peru (foto: screenshot)

Lima (Korrespondenz), 10.04.17: Noch ist das komplette Ausmaß der Hochwasserschäden in Peru nicht absehbar. Regenfälle überfluten weiterhin ganze Städte (siehe rf-news). Trujillo, Piura, Tumbes sind nach bisherigen Kenntnissen am stärksten betroffen, drei Städte, die komplett unter Wasser stehen. Die katastrophale Politik der Regierung von Präsident Pedro Paulo Kuczynski, kein Geld auszugeben, um die Auswirkungen der Überflutungen zu mildern, die Augen und Ohren zu schließen und diesen El-Nino-Effekt nicht im gesamten Zusammenhang mit der Klimaerwärmung zu sehen - muss vor allem die Bevölkerung in Peru bezahlen; und am meisten betroffen sind die Ärmsten.

Bis jetzt sind 70 Tote zu beklagen, das Straßenbahnnetz ist zu ca. 20 Prozent zerstört, etwa 157 Brücken sind genauso zerstört, wie viele große Plantagen in den Anden. Dort leben 25 Prozent der Bevölkerung. Tagelöhner und Landarbeiter werden arbeitslos.

Die Bevölkerung von Peru und vor allem Jugendliche laufen stundenlang zu den zerstörten Gebieten und bringen Wasser für die betroffenen Menschen, Lebensmittel und Kleidung. Die Regierung konzentriert sich auf den Aufbau der Infrastruktur. Sie stellt zwar Lebensmittel für die Bevölkerung zur Verfügung aber die Hauptversorgung geht von der Initiative der Bevölkerung aus, z.B. in der kleinen Stadt Cusco.

Da hat die Bevölkerung 20.000 Brötchen gebacken und sie haben darauf hingewiesen, dass Transportmittel fehlten. Im Fernsehen bringen sie Bilder von den Reichen, wie sie Lebensmittel in Lastwagen einladen. Herausstellen will man, dass die Reichen ja auch helfen. Die Solidarität der korrupten Oberschicht in Peru zu der Bevölkerung ist nur eine Maske. Kuczynsky meinte ja zuerst, nationaler Notstand sei nicht nötig, man habe alles im Griff.

Alerta , Alerta, Alarm, Alarm – Katastrophenalarm! Da muss sich die Bevölkerung von Peru organisieren und ihre eigenen Forderungen aufstellen - gegen die verfilzte, korrupte Regierung.

Hintergründe zu El Nino? Hier gibt es sie!