Politik

Schwäbisch Gmünder Belegschaft von Bosch AS steigert sich von Mal zu Mal

Schwäbisch Gmünd (Korrespondenz), 11.04.17: Am 3. April hat die Schwäbisch Gmünder Bosch-AS-Belegschaft in ihrem Protest gegen den geplanten Stellenabbau und die massiven Einsparungen nochmal kräftig zugelegt. 400 Kolleginnen und Kollegen waren dazu nach Aalen gefahren. Kurzentschlossen wurde das Verhandlungslokal gestürmt und dort ein Sarg abgestellt, der die von Bosch durchgedrückte Arbeitsplatzvernichtung auch an vielen anderen Standorten anprangert.

Eindrucksvoll wies ein Kollege darauf hin, dass auch unsere Kinder einen Arbeitsplatz und eine Perspektive brauchen. "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut", "Mir gebet nex" (wir geben nichts her) – wurden die Reden immer wieder lautstark unterbrochen.

Kolleginnen und Kollegen hatten selbstgemalte Schilder und Plakate dabei; die Trillerpfeifen der IG Metall kamen zahlreich zum Einsatz. Der Unmut ist groß. Deshalb sind sich bei der Heimfahrt im Bus alle einig: nächstes Mal, am 19. April - dann wieder beim B26 in Gmünd - müssen wir noch mehr und noch stärker sein.

Doch wird das reichen? Müssten nicht härtere Maßnahmen ergriffen werden? Bereits das bisher einmalige Nichtgenehmigen sämtlicher Überstunden war schon auf der Betriebsversammlung als sehr wirksam rübergekommen: ein Schaden in Höhe von 500.000 Euro soll für Bosch entstanden sein. Nur wenn wir diese Sprache sprechen, werden wir auch verstanden: wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz, wir sind zu keinem Verzicht bereit!