Umwelt

VW-Chef Müller verärgert Jean-Claude Juncker

VW-Chef Müller verärgert Jean-Claude Juncker
(grafik: rf-news)

21.04.17 – Aktuell sorgt VW-Chef Matthias Müller für Verärgerung bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der Grund: Müller schrieb an Juncker, um sich über die EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Juorova zu beschweren. Diese hatte gewagt, von VW zu verlangen, dass die von der kriminellen Abgas-Manipulation im Rahmen der VW-Krise geprellten Kunden in der EU wenigstens ein wenig entschädigt werden; zum Beispiel durch die freiwillige Verlängerung der Garantie. Selbst diese handzahme Forderung ist Müller ein Dorn im Auge. Er schrieb: „Nach unserer Auffassung liegt die Durchsetzung europäischer Verbraucherschutzrechte nicht in der Kompetenz der EU-Kommission“. Es gebe „keine rechtliche Grundlage“ für Entschädigungen.

Diese Anweisung war selbst für Juncker zu viel, der dafür bekannt ist, dass er für die Nöte und Interessen der führenden Monopole stets ein offenes Ohr hat. Denn VW-Chef Müller hat mit seiner plumpen und zu durchsichtigen Vorgehensweise alle Bemühungen von Juncker torpediert, das durch die VW-Krise zerstörte Vertrauen der Massen in die EU und die Regierungen der führenden Staaten wieder aufzubauen. Deshalb ließ Juncker seinerseits VW in einem Statement an die Presse wissen, dass er an seiner Kommissarin festhalten werde. Dazu die bürgerliche Presse: „Lektion für VW-Chef Müller“. Wir ergänzen: in Sachen geräuschloser, demokratisch verpackter Machtausübung.