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Peru: Streikende Bergarbeiter erfahren Solidarität

22.04.17 - Die Gewerkschaft SUT-SPCC in Südperu erklärt ihren öffentlichen Protest  gegen die Einschüchterungen durch das Ministerium für Arbeit und Beschäftigungsförderung, das den Streik von fast 3000 Bergleuten bei dem Kupferkonzern "Southern Copper" für illegal erklärt hat.

Bei dem Streik seit dem 10. April 2017 geht es um Verbesserungen der Gesundheitsversorgung, um Lohnerhöhungen, gegen die Bespitzelung der Arbeiter und für die Wiedereinstellung entlassener Kollegen. Der in Mexiko ansässige internationale Konzern "Southern Copper" bedrohte alle streikenden Arbeiter mit Kündigung.

Gegen die Beamten, die Drohbriefe an die  Bergleute geschrieben haben, hat die Gewerkschaft Strafanzeige erstattet. Sie berichtet, dass die Bergleute in den Städten Ilo, Cuajone und Toquepala fest im Streik stehen. Sie haben die Nacht vom 17. auf den 18. April in der Stadt Ilo verbracht. Die Polizei feuerte Tränengas auf die Bergleute, als sie die Brücke über den Osmore River auf beiden Flussufern besetzten. So konnten sie den Transport des Kupfers über die Eisenbahnlinie blockieren.

Gegen die politische Unterdrückung erklärten bereits andere Teile der Arbeiterschaft ihre Solidarität und kündigten Solidaritätsstreiks an  – z.B. die Bauarbeiter in Südperu.