Politik

Weitere Ostermarsch-Berichte: "Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland"

Weitere Ostermarsch-Berichte: "Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland"
Ostermarsch in Lübeck (rf-foto)

18.04.17 - Am gestrigen Ostermontag startete in Bochum die letzte Etappe des diesjährigen Ostermarschs Ruhr. Eine Korrespondentin berichtet: "Unter dem Motto 'Nein zu Krieg und Terror! Nein zur weiteren Aufrüstung Deutschlands und der EU! Wir brauchen eine neue Politik!' sammelten sich ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Auftaktkundgebung. In ihrer Rede forderte auch Anne Sandner, DGB-Gewerkschaftssekretärin, eine 'andere Politik'. Die anwesenden Mitglieder bzw. Unterstützer der Internationalistischen Liste/MLPD machten konkret deutlich, was sie sich unter einer anderen Politik vorstellen. In vielen Diskussionen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden die Standpunkte des Bündnisses vertieft."

Aus Lübeck wird berichtet: "'Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland', war eine der Hauptforderungen der etwa 150 Ostermarschierer, die am Samstag in Lübeck auf die Straße gingen. Aufgerufen hatte das Friedensforum Lübeck, in dem auch die MLPD mitarbeitet. Die DKP entrollte ein Spruchband mit dem Text 'Frieden mit Russland'. Lüder Möller griff dies als Redner der MLPD bei der Auftaktkundgebung auf und sagte: 'Die weltweite Friedensbewegung darf sich für keine Politik von Imperialisten vereinnahmen lassen – egal von welcher Seite und egal, ob sie zu den stärkeren oder schwächeren gehören!'"

In einem Bericht aus Hamburg heißt es: "Waren es vor einem Jahr noch 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kamen zum diesjährigen Ostermarsch am Ostermontag nach Polizeiangaben 1.500 Menschen, die sich große Sorgen um den Weltfrieden machten. Auch am offenen Mikrophon von MLPD und Musikgruppe Pepperoni kam dies zum Ausdruck: Syrien, Korea, Verfassungsabstimmung und Manipulationen in der Türkei waren die Themen. Große Beachtung fand das schöne Transparent der Hamburger Rebellen, die die fast täglichen Atomtransporte durch den Hamburger Hafen angriffen. Das Transparent schaffte es sogar bis in die Tagesschau am Ostermontag-Abend."

Schon eine kleine Tradition hat der Ostermarsch in Rotenburg/Wümme, zwischen Bremen und Hamburg gelegen. Von dort berichten Teilnehmer: "Verursacht durch die zunehmende Erdgasförderung und Klärschlamm-Produktion, hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs in der Bevölkerung explosionsartig vermehrt. Deshalb trafen sich ca. 200 Menschen aus der Gegend, um wiederholt ihren Widerstandswillen zu bekunden. Mitglieder der Umweltgewerkschaft aus Hamburg und Bremen hatten bereits im letzten Jahr Kontakt mit den Umweltkämpfern vor Ort aufgenommen und waren mit ihrem Infostand und einem Redebeitrag auch auf der Demo präsent."

Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte am Ostermontag das Rügener Friedensbündnis bei seinem Ostermarsch auf und an der Mole des alten Sassnitzer Hafens. Anwesend waren auch die beiden Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Herbst, Kerstin Kassner (Linkspartei) und Karl-Heinz Schulze (Internationalistisches Bündnis/MLPD). Karl-Heinz Schulze dazu gegenüber rf-news: "Von allen Rednern wurde Bezug auf die aktuelle Kriegsgefahr durch die USA und andere reaktionäre Regimes genommen. Ein Redner meinte, die Bundesregierung sei auf einen gutem Weg. Das wurde in der Runde allerdings auch kritisiert."