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29.04.17 - Argentinien: Mütter der Plaza de Mayo werden 40

Morgen, am 30. April, ist der 40. Jahrestag des Protestes der Mütter der Plaza de Mayo in Argentinien. Während der Militärdiktatur in Argentinien wurden rund 30.000 Menschen verschleppt, gefoltert, die meisten getötet – von faschistischen Militärs. Am 30. April 1977 versammelten sich deshalb erstmals die Mütter der Verschwundenen auf dem Platz der Mai-Revolution im Zentrum von Buenos Aires – bis heute jeden Donnerstag! Auf die Frage, ob es nicht einen Grund gab, dass 30.000 damals verschwanden, erklärt eine der Mütter mit den weißen Kopftüchern, Tati Almeida: „Wir Madres sagen voller Stolz: Ja, genau, das hatte einen Grund! Das waren Menschen mit Visionen, keine Flaschen und keine Wendehälse.“¹

¹ Frankfurter Rundschau, 26.4.17