International

Halle: „Keine Bombe kann den Kampf für Demokratie ersticken“

Halle: „Keine Bombe kann den Kampf für Demokratie ersticken“
Tassilo Timm bei seiner Ansprache auf der Kundgebung (rf-foto)

Halle an der Saale (Korrespondenz), 28.04.17: Am 26. April fanden in mehreren Städten in Deutschland und Europa Protestaktionen gegen Erdogans Bomben auf Kurdistan statt. In Halle versammelten sich ca. 80 Leute. Als einzige deutsche Organisationen traten MLPD und der Jugendverband REBELL auf. Erdogans Politik wurde kritisiert und es wurde auch klargestellt, dass keine Bombe den Kampf für Demokratie und Freiheit ersticken kann!

Angegriffen wurde allerdings auch Merkels Politik, die die kurdische Bewegung in Deutschland kriminalisiert. So wurden zu Beginn der Demonstration entsprechend dem neuen Erlass des Innenministeriums alle Fahnen von Öcalan, der PYD, YGP und YPJ verboten und mussten wieder eingerollt werden. Berechtigt fragte ein Kurde: "Was dürfen wir dann überhaupt noch tragen? Nur weiße Fahnen?"

Tassilo Timm, Direktkandidat für Halle/Saale und Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt sprach für die Internationalistische Liste/MLPD und kritisierte diese Praxis: "Die, die am effektivsten gegen die faschistischen IS-Schergen und für Demokratie und Freiheit kämpfen, werden in Deutschland als Terroristen abgestempelt. (...) Hier in Deutschland gemeinsam kämpfen lässt es sich am besten, wenn wir uns gemeinsam organisieren. Macht mit im Internationalistischen Bündnis." Dieser Einladung folgten einige und trugen sich direkt in Mitmach-Listen ein. Zum Schluss sang der REBELL noch das "Kobanê-Lied" und sammelte über 20 Euro Spenden für seine Spenden-Kampagne.