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Protestkundgebungen gegen türkischen Angriff auf Rojava und Nordirak

Protestkundgebungen gegen türkischen Angriff auf Rojava und Nordirak
Hamburg, 25. April: Protestkundgebung gegen türkische Angriffe auf Rojava (rf-foto)

Hamburg und Stuttgart (Korrespondenzen), 27.04.17: In Hamburg versammelten sich vor zwei Tagen kurzfristig ca. 300 bis 400 Menschen vor dem Hauptbahnhof. Der Protest richtete sich gegen die Luftangriffe der Türkei gegen die kurdischen Gebiete Rojava (Syrien) und Shengal im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak. Die MLPD und das Internationalistische Bündnis unterstützten aktiv die Kungebung. Das Programm der Internationalistischen Liste, das Parteiprogramm der MLPD und der Aufruf zum 1. Mai stießen auf großes Interesse.

150 Menschen fanden sich vorgestern Abend um 18 Uhr am Stuttgarter Schlossplatz ein. Die Nachricht über die Flugzeugangriffe hatte sich im Laufe des Tages verbreitet. Der Überfall mit über 20 Toten wurde von Erdogan als Beginn des "Krieges gegen den Terror" bezeichnet, den er führen will, bis alle "Terroristen" ausgemerzt sind. Gemeint ist der Freiheitskampf der Kurden und der anderen Völker, die einen erfolgreichen Kampf gegen den IS-Faschismus führen und in der Region Rojava in Nordsyrien den Weg zu einer befreiten Gesellschaft beschritten haben. Der Vertreter der MLPD übermittelte die solidarischen Kampfesgrüße der MLPD im Sinne des Solidaritätspaktes der ICOR-Parteien mit dem kurdischen Befreiungskampf. Die Verschärfung der Kriminalisierung der Demokraten  und  Revolutionäre aus der Türkei durch die Bundesregierung, die Ausweitung des Verbots der Unterstützung der PYD im Sinne der faschistischen Türkei, der gleichzeitige Besuch des Außenmininisters bei Barsani im Irak, der mit Erdogan zusammenarbeitet, wirkt als direkter Flankenschutz für die Angriffe der Türkei auf Rojava durch die Bundesregierung. Deswegen fordern wir: Schluss mit der Zusammenarbeit der Bundesregierung mit dem Erdogan-Regime!