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1. Mai in Paris: "Für Internationalismus und eine wirkliche gesellschaftliche Alternative!"

Paris (Korrespondenz), 02.05.17: Über 200.000 Menschen gingen in Frankreich an diesem sehr politischen 1. Mai auf die Straße. Thema Nummer eins: die Präsidentschaftwahlen und die Teilnahme der ultarechten Marine Le Pen (Front National) im zweiten Wahlgang am nächsten Sonntag. Viele, viele vor allem junge Leute demonstrierten gegen Faschismus und reaktionäre Politik, für demokratische Freiheiten, für ein friedliches Zusammenleben aller Nationalitäten und Solidarität mit den Flüchtlingen.

Ist die Wahl des Gegenkandidaten Macron eine Alternative zu Le Pen? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Auch wenn viele diesen ehemaligen Minister der Hollande-Regierung wählen wollen, um Le Pen zu verhindern, so tun es doch viele schweren Herzens und so mancher lehnt es auch ab. "Macron, das ist all das, was wir in den vergangenen Jahren bekämpft haben", sagt ein Gewerkschafter. Macron gibt sich als unabhängiger Kandidat - er hatte die sozialdemokratische PS verlassen. Er vertrat jedoch bereits als Wirtschaftsminister der scheidenden Hollande-Regierung eine liberale und arbeiterfeindliche Politik.

Der Proletarische Marxistisch-Leninistische Bund führte in mehreren Städten Stände durch und stellt in seinem Aufruf zum 1. Mai fest: "Das wichtigste Ergebnis der Präsidentschaftswahlen ist, dass die Menschen nach einer gesellschaftlichen Alternative suchen. Das zeigt die schallende Ohrfeige für die bisherigen Regierungsparteien." Wir warben für die sozialistische Alternative und unsere Aktivitäten im Rahmen der ICOR-Kampagne zu "100 Jahre Oktober-Revolution". Das stieß auf Interesse, wir erhielten 15 Adressen und verkauften einige grundsätzliche Literatur.

Soweit die Korrespondenz aus Paris. Tausende Jugendliche haben bereits am vergangenen Donnerstag in Frankreich gegen beide Kandidaten der Stichwahl bei der Präsidentenwahl demonstriert (siehe rf-news-Bericht). Weitere Berichte vom 1. Mai in Deutschland und der Welt finden sich hier.

1. Mai in der Türkei und in Kurdistan

Göttingen: Kämpferischer Jugendblock bildete Anziehungspunkt der 1.-Mai-Demonstration

Düsseldorf: Gute Beteiligung an der DGB-Demo und klare Kante gegen die AfD

Erfolgreicher REBELL-Auftritt am 1. Mai in Solingen

Esslingen: Zwei Erfolge am 1. Mai

Bremen: Der schön gestaltete MLPD-Infostand war unübersehbar

Grüße zum 1. Mai aus Kolumbien

Erfurt: "Und dann will es keiner gewesen sein!"

Gießen: Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD unübersehbar

Der 1. Mai in den USA