Politik

Esslingen: Zwei Erfolge am 1. Mai

Esslingen (Korrespondenz), 02.05.17: Eine überfällige Neuerung bei der Esslinger Maikundgebung des DGB: mit Mehrheit beschloss der DGB-Kreisvorstand endlich, nun doch Infostände politischer Parteien zuzulassen. Dem war vorausgegangen, dass wir von der MLPD jahrelang gegen die undemokratische Praxis protestiert hatten. Unseren Infostand hatten wir in den Vorjahren regelmäßig auch ohne Erlaubnis durchgeführt - entgegen Polizeiandrohungen und Versuchen, den Tisch wegzuschieben. Nun war die MLPD also höchstoffiziell mit ihrem Stand zugelassen und auch die Linke trat nun erstmals als Partei auf.

Eine grundsätzliche gesellschaftliche Alternative, wie sie die Internationalistische Liste/ MLPD vertritt - das war auch auf der Kundgebung dringend angebracht. So hielt sich diesmal der Beifall für die recht weichgespülte Hauptrede des ver.di-Vertreters in Grenzen und eine ganze Reihe Besucherinnen und Besucher unterschrieb für das Bündnis und die Wahlzulassung der Direktkandidatin Gabi Conrad.

Dass die gewerkschaftlich aktiven Kollegen eine konsequente Arbeiterpolitik wollen, zeigte sich auch in Kirchheim. Dort sollte der traditionelle Anziehungspunkt im Landkreis Esslingen, die dort einzige und bekanntermaßen kämpferische Mai-Demonstration, dieses Jahr nicht mehr stattfinden. Die Begründung war, dass ihr bisheriger Hauptorganisator in Rente ging. Da es jedoch genügend Kollegen und Kolleginnen gibt, die noch lange nicht in Rente sind, übernahmen das "Volkshaus" Kirchheim und eine Reihe aktiver IG-Metaller die Initiative. Auch die Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD in Esslingen hatte auf ihrem letzten Treffen zusammen mit Vertretern des "Volkshauses" weitere Unterstützung organisiert. So fanden sich zu Kundgebung und Demonstration im zeitlichen Anschluss an die DGB-Kundgebungen im Landkreis etwa 100 Teilnehmer ein. Das trotz heftigem Dauerregen und der Tatsache, dass es nur die recht kurzfristige Bekanntmachung durch Mundpropaganda gab. Als Kundgebungsredner waren das Volkshaus, ein Festo-Betriebsrat, die Kandidatin der Internationalistischen Liste/ MLPD und die Linke vertreten. Geht doch!