Palästina

Felicia Langer ruft zur Solidarität mit Gefangenen auf

Tausende demonstrierten am Mittwoch Abend in Ramallah ihre Solidarität mit pälästinensischen politischen Gefangenen, die in israelischen Haftanstalten einsitzen. Unter der Parole "Freiheit und Würde" waren am 17. April, dem Tag der palästinensischen Gefangenen, rund 1.500 Gefangene in einen Hungerstreik getreten.

Felicia Langer ruft zur Solidarität mit Gefangenen auf
Felicia Langer. (Foto Von UNiesert - Eigenes Werk propra foto, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3944512)

Tausende demonstrierten am Mittwoch Abend in Ramallah ihre Solidarität mit pälästinensischen politischen Gefangenen, die in israelischen Haftanstalten einsitzen. Unter der Parole "Freiheit und Würde" waren am 17. April, dem Tag der palästinensischen Gefangenen, rund 1.500 Gefangene in einen Hungerstreik getreten. Sie fordern eine bessere medizinische Versorgung, mehr Familien- und Anwaltsbesuche sowie ein Ende der willkürlichen Verwaltungshaft. Diese ermöglicht es den israelischen Behörden, Personen ohne Anklage sechs Monate in Haft zu nehmen. Laut einer Statistik der Menschenrechtsorganisation Addameer sitzen fast 7.000 palästinensische politische Gefangene in Israel in Haft, darunter 300 minderjährige Kinder und Jugendliche.

 

Die israelisch-deutsche Rechtsanwältin und engagierte Kämpferin für die Rechte des palästinensischen Volks Felicia Langer, selbst Jüdin, appelliert: "Rettet das Leben der palästinensischen Gefangenen!"

 

"Ich, Felicia Langer", schreibt die Ehrenvorsitzende der Europäischen Allianz für die Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen vor einigen Tagen, "appelliere an die Internationale Gemeinschaft und an die Menschheit, das Leben der in Hungerstreik getretenen palästinensischen Gefangenen zu retten. Seit 16 Tage leben mehr als 1500 Gefangene von Wasser und Salz. Ihre Forderungen sind legitim und konform mit dem internationalen Recht. Sie wollen, dass sie wie Menschen behandelt werden und nicht dauernd bestraft und misshandelt werden. Sie protestieren gegen die unrechtmäßige Administrativhaft und verlangen unbehinderten Zugang zu ihren Anwälten. Ihre Familien sollten sie regelmäßig besuchen dürfen. Ein telefonischer Kontakt nach außen sollte erlaubt werden. Sie fordern das Recht auf Ausbildung und medizinische Versorgung.

 

Ich rufe die Bundesregierung, alle europäischen Regierungen und Parlamente und das europäischen Parlament auf, auf die israelische Regierung Druck auszuüben, damit diese Forderungen gewährleistet werden. Israel sollte aufhören, das internationale Recht und die Genfer-Konventionen zu ignorieren und dauernd zu verletzen.

 

Bitte schweigen Sie nicht! Wer schweigt macht sich mitschuldig."