Erfolgreiches Warm-up

Internationalistischen Liste/MLPD im Hot-Spot NRW

Die Beteiligung der Internationalistischen Liste/MLPD - Liste 26 bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen als "Warm-up" für die Bundestagswahlen im Herbst weckt breites Interesse und Anerkennung. Immer mehr Menschen suchen nach einer gesellschaftlichen Alternative. Jeder, der danach sucht, muss uns auch finden!

Von Matthias Sauter
Internationalistischen Liste/MLPD im Hot-Spot NRW

Die Beteiligung der Internationalistischen Liste/MLPD - Liste 26 bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen als "Warm-up" für die Bundestagswahlen im Herbst weckt breites Interesse und Anerkennung. Immer mehr Menschen suchen nach einer gesellschaftlichen Alternative. Jeder, der danach sucht, muss uns auch finden!

 

Unübersehbar hängen 45.000 Wahlplakate der Internationalistischen Liste/MLPD in allen Großstädten und vielen kleineren und mittleren Städten in NRW. Anerkennend meinte ein Kollege aus Köln bei den Anti- AfD-Protesten am 22. April: "Eure Plakate sind einfach die besten!"

 

Bei der gestrigen Kundgebung mit Gabi Gärtner, der Spitzenkandidatin der Internationalistischen Liste in NRW wurden Tausende Menschen erreicht. Viele blieben bei der Kundgebung stehen. Nicht nur das – auffällig war, dass ungewöhnlich viele nach den Redebeiträgen auf Gabi Gärtner und andere Kandidatinnen und Kandidaten zukamen, um Fragen an der ganzen Bandbreite zu vertiefen. Das ging vom Verrat am Sozialismus in der Sowjetunion und der DDR bis zu den aktuellen Tagesfragen dieses Wahlkampfs.

 

Alle zur Landtagswahl antretenden Parteien legen jetzt eine Woche vor der Wahl einen Zahn zu und kämpfen um Stimmen. Aktuelle Umfragen prognostizieren ein knappes Rennen zwischen SPD und CDU - auf niedrigem Niveau: Laut Infratest-Dimap liegt die CDU bei 31 Prozent und die SPD bei 32. 

 

"In Duisburg Hamborn", so ein aktueller Bericht der Internationalistischen Liste/MLPD, "hatten wir einen sehr schönen Aktionsstand – in der Nachbarschaft Grüne, SPD und Linkspartei. Die SPD hat Luftballons verteilt und hatte einen leeren Büchertisch. Angesichts unserer Aufforderung, am offenen Mikrofon zum Thema Giftmüll untertage oder der drohende Vernichtung von Stahlarbeitsplätzen zu sprechen, kniffen alle drei Parteien. Der Landesvorsitzende der MLPD Nordrhein-Westfalen und Direktkandidat in Duisburg-Nord, Peter Römmele, selbst Stahlarbeiter bei tksE, hat kritisiert, dass die Grünen trotz zum Teil engagierter Mitglieder keine konsequente Umweltpolitik machen. Die Landtagsfraktion der Grünen macht nichts zum Giftmüll, sondern beteiligt sich noch an der Vertuschung."

 

Eine Korrespondentin aus Witten berichtet vom heutigen Wahlkampftag: "Zum Abschluss einer sehr intensiven Wahlkampfwoche haben wir heute in Witten wieder einen gut besuchten Stand in der Innenstadt durchgeführt, Wahlprogramme und den Flyer unserer Direktkandidatin Anna Vöhringer unter die Leute gebracht, und viele Diskussionen geführt. Dass sich grundsätzlich etwas ändern muss, stößt bei vielen Menschen auf Zustimmung. Gleichzeitig trafen wir auch auf die Hoffnung, mit der Wahl der Linkspartei zumindest einige Verbesserungen im Landtag durchsetzen zu können. Unser Argument, dass sich die Linkspartei – wie in Berlin oder Thüringen –  sehr schnell den 'Sachzwängen' der bürgerlichen Politik untergeordnet hat – brachte einige ins Nachdenken."

 

Die Plakate und das Wahlprogramm treffen die Fragen, die die Menschen wirklich bewegen und geben herausfordernde Antworten. Sehr viele von den insgesamt 500.000 Wahlprogrammen wurden schon gesteckt oder persönlich übergeben. Mindestens 100.725 Menschen wurden persönlich erreicht.

 

Eine solche Arbeit kann nur gestützt auf viele Schultern erfolgen. In NRW arbeiten 14 Wählerinitiativen mit über 1.100 aktiven Mitgliedern. Weitere 432 Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet unterstützen tatkräftig den Wahlkampf in NRW, bringen ihre Erfahrungen ein und üben schon mal für den kommenden Bundestagswahlkampf. Welche andere Partei, die zu den Landtagswahlen kandidiert, könnte das von sich sagen?

 

Aus Köln berichten Korrespondenten: "Ab 11 Uhr stand der Wiener Platz ganz im Bann einer Kundgebung mit kurzen Beiträgen zu den verschiedensten Themen und Argumenten, warum man am nächsten Sonntag die Liste 26 wählen soll. Mit dabei Günter Slave vom Zentralkomitee der MLPD und Dr. Ernst Herbert, Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD für Köln-Mülheim und Leverkusen. Aufgelockert war die Kundgebung durch fetzige Songs der Kölner Songgruppe 'Gehörwäsche'. Viele blieben stehen, sahen und hörten zu, informierten sich am Info-Stand oder bei den Verteilern des Wahlprogramms der Internationalistischen Liste/MLPD." 

 

Die Internationalistische Liste/MLPD ist eng verbunden mit dem Kampf der Arbeiter und den Protesten der Massen. Deshalb traten ihre Landtagskandidatinnen und -kandidaten auch bei den Protesten der Stahlarbeiter am 3. Mai in Duisburg auf, ebenso wie bei Kundgebungen vor Ford in Köln, Daimler in Düsseldorf und vielen anderen Betrieben. Im Gegensatz dazu hatte es Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vorgezogen, bei den Stahlarbeiterprotesten nicht zu erscheinen.

 

In Gladbeck Brauck war heute Stadteilfest im Südpark. Der rf-news-Korrespondent berichtet: "Eine gute Gelegenheit, noch einmal mit vielen Anwohnern über die Wahl zu diskutieren. Das auffällig gestaltete Wahlprogramm der Internationalistischen Liste / MLPD hatten viele schon im Briefkasten und konnten sich gut erinnern. Jeder zweite hatte auch schon darin geschmökert. Einige kündigten an, diesmal bei der Internationalistischen Liste / MLPD (Liste 26) ihr Kreuz zu machen. Die Stimmung war - auch dank endlich gutem Wetter - sehr entspannt. Wer das Programm noch nicht bekommen hatte, nahm es gerne mit. Nur wenige haben sich schon wirklich entschieden – viele überlegen noch.
Nur beim Stand der Gewerkschaft gab es Ärger, als einige SPD-Funktionäre von uns forderten, die Wahlwerbung einzustellen. Die Bergbau-Rentner ließen sich davon aber ebenso wenig einschüchtern wie wir. Das Gemecker war für einen der Kumpel Anlass, erstmal besonders demonstrativ den Geldbeutel zu zücken und für das Wahlprogramm zu spenden. Wir führten dann unsere Diskussion über den Deputat- bzw. Rentenklau an den Bergbau-Familien fort. Wahrscheinlich hat das die SPD geärgert. Hat sie doch in Kumpanei mit der IG BCE Spitze diesen Schandtarifvertrag sogar in eine Gesetzesvorlage gegossen ('Betriebsrentenstärkungsgesetz')."

 

Bis zum Wahltermin in einer Woche werden Kandidatinnen und Kandidaten, Wählerinitiativen und alle, die die Internationalistische Liste/MLPD unterstützen, noch eine Schippe zulegen.