Gelsenkirchen

Protest gegen Schließung von St. Josef: "Durch euch habe ich erst gelernt, wie das hier wirklich läuft"

Seit im Dezember bekannt wurde, dass die katholische Krankenhausgesellschaft KKEL das St.-Josefs-Hospital aus Profitgründen schließen will, haben viele, viele Menschen aus dem Stadtteil auf Initiative von Aktivisten der MLPD, des Kommunalwahlbündnisses AUF Gelsenkirchen und der Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD den Protest organisiert ...

Seit im Dezember bekannt wurde, dass die katholische Krankenhausgesellschaft KKEL das St.-Josefs-Hospital aus Profitgründen schließen will, haben viele, viele Menschen aus dem Stadtteil auf Initiative von Aktivisten der MLPD, des Kommunalwahlbündnisses AUF Gelsenkirchen und der Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD den Protest organisiert.

 

Weit über 1.800 Bürgerinnen und Bürger haben für den Erhalt ihres Krankenhauses unterschrieben. Ein wachsender Stamm an Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Stadtteil trägt die Aktivitäten. Eine davon war die Aktion zum Wahlkampfauftritt von Hannelore Kraft und Heike Gebhard (SPD-Direktkandidatin) auf dem Horster Wochenmarkt. Mit ihrem Transparent "St. Josef muss bleiben! Wir sind das Horster Volk!", Schildern wie "Frau Gebhard, im Aufsichtsrat für die Schließung, in der Öffentlichkeit Schweigen!", stellten sie Frau Kraft und Frau Gebhard mit fundierten und sehr kritischen Beiträgen zur Rede.

 

Das war sichtlich ungewohnt für die Damen. "Ich habe 40 Jahre lang SPD gewählt", berichtet eine Aktivistin danach, "aber damit ist jetzt Schluss. So eine Überheblichkeit uns gegenüber! Durch euch habe ich erst gelernt, wie das hier wirklich läuft!" Kurzentschlossen beschloss der Vorstand der Wählerinitiative, ein Plakat dazu zu produzieren. Es hängt nun an vielen Stellen in Gelsenkirchen-Horst und wurde stolz am Infostand präsentiert.