Schleswig-Holstein

Schlappe für das "Weiter so" der SPD

Wirkliche Alternativen waren bei der Landtagswahl 2017 in Schleswig-Holstein nicht am Start, denn die Internationalistische Liste/MLPD kandidiert dort erst zur Bundestagswahl 2017.

Von Matthias Sauter
Schlappe für das "Weiter so" der SPD

Wirkliche Alternativen waren bei der Landtagswahl 2017 in Schleswig-Holstein nicht am Start, denn die Internationalistische Liste/MLPD kandidiert dort erst zur Bundestagswahl 2017. Die Politisierung und Polarisierung unter den Menschen schlug sich in 118.000 Stimmen bisheriger Nichtwähler nieder. Die Wahlbeteiligung stieg auf 65 Prozent von 60,2 Prozent bei der Landtagswahl 2012.

 

Die Wahl war ein Protest gegen das „Weiter so!″ insbesondere von der SPD. Diese erlebte mit 27,2 Prozent (-3,2 Prozent) eine schwere Niederlage. Damit vertieft sich die latente Krise der SPD und der angebliche „Heilsbringer“ Martin Schulz ist deutlich angeschlagen.

 

Hinzu kommt, dass der bisherige Ministerpräsident Torsten Albig Ende April sich in einem Bunte-Interview arrogant gegenüber seine Ex-Frau geäußert hat. Das nahmen ihm viele Frauen und fortschrittliche Männer übel und kostete ihn zusätzliche Stimmen.

 

Die AfD hat trotz zwischenzeitlich zweistelliger Umfragen nur 5,9 Prozent erhalten. Sie zieht damit aber in einen weiteren Landtag ein. Jeder Landtag, in den sie gelangt, ist einer zu viel! Die MLPD wird ihren Wahlkampf weiter nutzen, diese Wegbereiter des Faschismus zu entlarven.

 

Dass sich die Linkspartei schon früh als Koalitionspartner der SPD angebiedert hat, stieß die Wähler eher ab. Kritik unter fortschrittlichen Frauen in Lübeck erntete das Wahlplakat der "Linken"-Direktkandidatin Katjana Zunft mit der Losung „Womens march in den Landtag“. Sie hatte die Demo vom 11. März in Lübeck initiiert und danach für Wahlkampfzwecke missbraucht.

 

In der Wahltagsbefragung¹ konnte die Linkspartei nur die Wählerinnen und Wähler unter den 16- bis 24-Jährigen (8 Prozent) und bei den 25- bis 34-Jährigen (7 Prozent) gewinnen. Bei dieser Wahl durfte zum ersten Mal ab 16 Jahren gewählt werden. Bei Wählerinnen und Wählern ab 35 Jahren brechen die Stimmenanteile für die Linkspartei auf 4 bis 2 Prozent ein.