MLPD

Die Partei vor wie nach der Wahl

In zahlreichen Städten in NRW fanden heute Info-Stände der MLPD bzw. der Internationalistischen Liste / MLPD statt. Auch das Abhängen der Plakate verbinden Aktivisten damit, mit Passanten über die Konsequenzen aus der Landtagswahl in NRW vom vergangenen Sonntag zu diskutieren.

Die Partei vor wie nach der Wahl
Büchertisch der MLPD beim Ostermarsch in Duisburg

"Die Wahl ist doch vorbei", so fragten einige Interessierte an den Info-Ständen. "Wir sind eben keine Partei, die nur vor den Wahlen da ist", so die vielfache Antwort. "Wir sind immer mit den Anliegen der Massen und vor allem der Arbeiterklasse unterwegs". Vielfach wurde dabei ein aktuelles Flugblatt der MLPD zur Wahlauswertung eingesetzt.

In Gladbeck nahm ein türkischer Revolutionär das Parteiprogramm mit. "Wir kamen ins Gespräch, weil er seit 45 Jahren in Deutschland lebt, aber nicht wählen darf," so ein Korrespondent.

"Letzten Sonntag hätte er die Linkspartei gewählt - wenn er denn gedurft hätte. Nach intensiver Diskussion über deren Pragmatismus, der niemals zu revolutionären Veränderungen führen kann, sondern oft gerade mal zur Regierungsbildung mit der SPD, trug er sich auch in die Liste des internationalistischen Bündnis ein. Und er überlegt Mitglied der MLPD zu werden. Als erstes will er zur ICOR-Veranstaltung nächsten Freitag kommen. Da geht es um die Oktoberrevolution 1917 - wenige Jahre vorher war die revolutionäre Partei der Boschewiki auch noch relativ klein - so wie die MLPD heute. Auch das ein Argument, das ihm einleuchtete."

Auch die Wohngebietsgruppe Gelsenkirchen Horst Nord führte mit vier Leuten einen Info-Stand durch. "Die Polarisierung war heute fast noch stärker, als vor der Wahl", berichtet eine Korrespondentin. "Wir haben einen Rekord beim Verkauf des Rote Fahne Magazins aufgestellt und zwei Parteiprogramme gegen Spenden abgegeben." Auch hier trugen sich neue Mitstreiter in die Listen ein. "Auf der anderen Seite waren einige SPD-Funktionäre aggressiver denn je - statt mal in sich zu gehen, nach ihrer verheerenden Niederlage."