Türkei

Solidaritätskreis "Freiheit für Meşale Tolu"

Nach mehr als zwei Wochen Polizeigewahrsam und Untersuchungshaft bekamen die Familienangehörigen von Meşale Tolu für den gestrigen Montag die Erlaubnis, sie im geschlossenen Frauengefängnis von Bakirköy zu einem einstündigen Treffen zu besuchen.

Nach mehr als zwei Wochen Polizeigewahrsam und Untersuchungshaft bekamen die Familienangehörigen von Meşale Tolu für den gestrigen Montag die Erlaubnis, sie im geschlossenen Frauengefängnis von Bakirköy zu einem einstündigen Treffen zu besuchen. Dies teilt der Solidaritätskreis "Freiheit für Meşale Tolu" in einer Pressemeldung mit, in der es weiter heißt:

 

"Doch auch hier wurde der Familie erneut Steine in den Weg gelegt. Auf Grund angeblich fehlender Dokumente konnte das Gespräch zunächst nicht wie geplant stattfinden. Die türkischen Behörden ließen zum Schluss doch noch ein ca. 30-Minütiges Gespräch zu.

 

Meşale Tolu geht es den Umständen entsprechend gut. Sie war sehr glücklich darüber, ihren Sohn und ihre Familie nach mehr als zwei Wochen wiedersehen zu können. Sie grüßt alle ihre Verwandten, Freundinnen und Freunde und bedankt sich für die riesige Solidarität und die große Berichterstattung in den deutschen Medien.

 

'So wie sie gestern mit Deniz Yücel umgegangen sind, gehen sie nun auch mit mir um. Sie wollen die freie Presse zum Schweigen bringen. Es ist kein Verbrechen, über die Wahrheit zu schreiben, oder an Gedenkveranstaltungen oder Beerdigungen teilzunehmen, bzw. darüber zu berichten!' so Meşale Tolu während des Gesprächs am Montag. Sie erinnerte an die viele Journalistinnen und Journalisten in den türkischen Gefängnissen.

 

Nachdem am letzten Freitag in Ulm eine Solidaritätskundgebung für die Freilassung von Meşale Tolu stattfand, hat sich in Ulm ein Solidaritätskomitee in Ulm gebildet, das jeden Freitag weiterhin Solidaritätsaktionen durchführen wird. Auch in den anderen deutschen Städten wie Nürnberg, Köln, Frankfurt und Kiel sind Solidaritätsaktionen in der Planung."