Frankfurt

Frankfurter Verein protestiert gegen Transparent-Beschlagnahmung wegen kurdischer Embleme

Im Anschluss an die 1.-Mai-Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg hatte die Polizei ein Transparent des Arbeitervereins der ehemaligen Adlerwerke LAGG e.V (Verein Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim) beschlagnahmt.

Begründung: die Aufschrift "Wir danken den kurdischen Verteidigungskräften YPG/YPJ für die Befreiung der Jesid*innen vom IS" nebst den Symbolen der Verteidigungseinheiten.

Dazu schreibt der Vorsitzende von LAGG e.V., Lothar Reininger, in einer Presseerklärung: "YPG/YPJ sind die stärkste Kraft der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), in denen Kurden, Araber, Aramäer, Assyrer, Turkmenen, Armenier, Tschetschenen, Tscherkessen, Muslime, Christen und Êziden Seite an Seite mit Unterstützung der Anti-IS-Koalition gegen die Terrororganisation IS kämpfen.

Der Verein LAGG empfindet diesen Kniefall der Bundesregierung vor Erdogan als unerträglich.

Kanzlerin Merkel selbst dankte den Rettern der Jesid*innen vor dem sicheren Tod im Sindschar-Gebirge im August 2014 und lässt nun auf Drängen der Türkei die Embleme eben dieser Retter, der YPG und YPJ, in Deutschland auf eine Verbotsliste setzen ... . ...

 

Der Verein LAGG wird gegen die Beschlagnahme des Transparents juristische Schritte einleiten."