Bochum

Opels Sorgen um den "Frieden" im Haus

Die Internationalistische Liste/MLPD aus Bochum erklärt: "Am 11. Mai fand zum Schichtwechsel am Opelwerk, Eingang Am Heerbusch, eine Kundgebung des Direktkandidaten Wahlkreis 109, Klaus Leymann, und der Internationalistischen Liste/MLPD statt. Während es für die MLPD als Arbeiterpartei selbstverständlich ist, sich - nicht nur im Wahlkampf - besonders an die Arbeiter zu wenden, muss diese Kundgebung andere doch furchtbar erschreckt haben.

Angesichts der sich abzeichnenden Folgen der Fusion von Opel und PSA, der immer verückteren Flexibilisierung, der Stimmung in der Belegschaft und in der Bevölkerung zur Landtagswahl NRW macht sich hier anscheinend jemand mächtig Sorgen um den 'Frieden' im Werk. Anders ist es nicht zu erklären, dass erst der Werkschutz kam und sogar handgreiflich wurde, dann die Polizei anrückte und nun gegen Klaus Leymann und zwei Mitstreiter wegen 'Hausfriedensbruch' ermittelt wird.

Wahrlich ein furchtbares Verbrechen - Bei früheren Wahlkämpfen haben SPD-Betriebsräte vor Tor 1 (früheres Werk I) Wahlmaterial verteilt. Das hat die Werksleitung nicht gestört, hat die SPD-Führung doch auch der Schließung zugestimmt. Heute traut sich die SPD das nicht mehr – allerdings nicht wegen dem Werkschutz, sondern weil sie bei vielen Kollegen zu Recht unten durch ist und bei der Wahl mächtig abgestraft wurde.“