Stuttgart

Erneute Razzia bei Daimler

Nach dem Großeinsatz mit 230 Kräften des LKA Baden-Württemberg am 30. Mai soll heute bei Daimler erneut eine zweistellige Zahl von Ermittler anrücken.

 Es geht um den Verdacht der Strafvereitlung eines „Mitarbeiters, der bei der Razzia in der vergangenen Woche diverse Gegenstände, die als Beweismittel dienen können, vorenthalten“ haben soll.

 

Es ist zu begrüßen, wenn die Staatsanwaltschaft endlich in Richtung der Forderung der Internationalistischen Liste/MLPD nach strafrechtlicher Verfolgung der Umweltverbrecher tätig werden will. Doch laut Stuttgarter Zeitung vom 1. Juni richten „sich sämtliche Ermittlungen nicht gegen Vorstände des Autokonzerns“!

Es richten sich sämtliche Ermittlungen nicht gegen Vorstände des Autokonzerns!

Stuttgarter Zeitung

Es waren jedoch der Vorstand und seine Hauptaktionäre, die auf die Diesel-Kampagne gesetzt haben, um Daimler zur Nr.1 im internationalen Premium-PkW-Bereich und bei den Profiten zu machen. Dazu musste allerdings Öffentlichkeit und Belegschaft mit falschen Abgas-Emissionswerten getäuscht werden. Diese „feinen“ Herren waren und sind es, die bis heute Strafvereitelung betreiben: so wenn sie alle kritischen Stimmen in der Belegschaft oder bei den Kräften der Umweltbewegung einschüchtern und kaputt machen wollen. Sie sind die Hauptverursacher der kriminellen Abgasmanipulation! Ihre Anweisungen an Ingenieure oder Marketing-Leuten müssen im Zentrum der Ermittlung stehen.

 

Der Vorstand ist der Hauptverursacher der kriminellen Abgasmanipulation

 

Sie müssen für die Verbrechen an der Umwelt und der Gesundheit der Menschen, sowie den angerichteten gesellschaftlichen Schaden haften und von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden! Das kann jedoch nur unter dem Druck der Arbeiter, Umweltschützer und durch die demokratische Öffentlichkeit durchgesetzt werden.