Lünen

„Ganz normale“ Kündigung bei Caterpillar?

Wieder mal vernichtet Caterpillar – ehemals Deutsche Bergbautechnik – in Lünen 160 Arbeitsplätze.

Weil sie nicht bereit waren, „freiwillig“ ihre Kündigung zu unterschreiben, wurden fünf Kolleginnen und Kollegen „betriebsbedingt“ gekündigt. Vier davon klagen dagegen – eine davon ist Claudia Thylmann. Zum Gütetermin vor dem Arbeitsgericht am 26. Mai waren über 30 Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde gekommen: aus der Firma, Gewerkschaftskollegen, Mitglieder der Internationalistischen Liste/MLPD, der Montagsdemo Dortmund, Kumpel für Auf, BergAUF, die Familie und weitere. Sie überbrachten auf der Kundgebung vor Beginn des Prozesses ihre Solidarität und griffen die Kündigung und Arbeitsplatzvernichtung an.

 

Für sie ist klar, dass die Kündigung von Claudia Thylmann politisch motiviert ist - so sieht es auch die große Mehrheit der Beschäftigten bei CAT. „Claudia setzt sich unerschrocken für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Und sie steht zu ihrer Überzeugung, dass die Ausbeutung des Menschen und der Natur durch die Profitwirtschaft beseitigt werden muss. Das ist der eigentlich Grund für ihre Kündigung“, erklärte der Sprecher der MLPD. Ein Kollege ergänzte: „Die Unterdrückung und das Mobbing von kämpferischen Kolleginnen und Kollegen hat bei CAT Tradition. Wir wissen, dass der gesamte Standort auf dem Spiel steht. Deshalb wollen sie Ruhe im Betrieb. Wir versprechen, dass sie die nicht bekommen werden.“

 

Die Kollegen deckten auf, dass Claudia Thylmanns Abteilung und Arbeitsplatz im Sozialplan gar nicht auf der Liste, der vom Abbau betroffenen Arbeitsplätze aufgeführt ist. Ein weiterer Beleg für die politischen Motive der Kündigung ist die sofortige Freistellung von Claudia Thylmann bis zum 31. August und die rechtswidrige Verweigerung der Teilnahme an der Belegschaftsversammlung.