G7

Krokodilstränen wegen des Weltklimas

Krokodilstränen vergossen die Führer der imperialistischen Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan sowie die EU-Kommission nach dem G7-Gipfel auf Sizilien, der am 27. Mai in offenem Missklang endete.

 

Denn der reaktionäre US-Präsident Trump will sich nicht an den imperialistischen Weltklimavertrag von Paris halten, der im Dezember 2015 ausgehandelt wurde und dem sein Vorgänger Obama zustimmte.

 

Denn im ultrareaktionären Weltbild des Donald Trump gibt es überhaupt keine Klimaveränderung durch menschlichen Einfluss - freie Fahrt für fossile Verbrennung und Atomkraftwerke sind sein Credo! Auch 13 führende US-Übermonopole, darunter sogar Exxon Mobile, kritisieren Trump deshalb und fordern ein Verbleiben im Pariser Abkommen. Denn: Die US-Unternehmen seien gut aufgestellt, um die Märkte für erneuerbare Energien zu beherrschen, und ein Ausstieg der USA aus dem Abkommen können sie von diesem expandierenden Sektor abschneiden, heißt es im Brandbrief der Kapitalisten.

 

Dass dies alles mit wirklichem Klimaschutz nicht viel zu tun hat, beweist die am 18. Mai zu Ende gegangene UNO-Vorkonferenz in Bonn zur Vorbereitung der 23. Weltklimakonferenz in Bonn im November. Im "Anpassungs-Fonds", der den ärmeren Ländern bei der Bewältigung der schlimmsten Folgen der Erderwärmung helfen soll, sind bisher kümmerliche 100 Millionen Dollar, statt der für notwendig befundenen 100 Milliarden Dollar - also gerade ein Promille!