Neu-Ulm

Arbeitsplatzvernichtung bei EvoBus angedroht

Am Montag, 15. Mai, veranstaltete der Betriebsrat von EvoBus¹ in Ulm zusammen mit der IG Metall eine „zusätzliche“ Betriebsversammlung auf dem Betriebsgelände im Freien.

Arbeitsplatzvernichtung bei EvoBus angedroht
Die Kolleginnen und Kollegen von EvoBus stehen nicht allein - auch die Belegschaft von Iceco in Ulm kann kämpfen (rf-foto)

Anlass war die Information der Belegschaft zu Verhandlungen über eine sogenannte „Zielbild-Vereinbarung“. Außerdem wurde zu Fragen wie Standortsicherung, Kapazitätsausgleich, Entgeltabsicherung, Qualifizierungen, Leiharbeit und Altersteilzeit infomiert. Es würde zu all diesen Punkten massive Differenzen geben.

 

300 Leiharbeitern soll gekündigt werden

 

Obwohl EvoBus im ersten Quartal mit 7,2 Prozent Kapitalrendite die Zielvorgaben des Konzerns um 20 Prozent überschritten hat, will der Vorstand die Profite um 20 Prozent steigern. Die Kolleginnen und Kollegen erfuhren, dass sich EvoBus weigert, eine Standortgarantie zu geben. Am Mittwoch, 17. Mai, legte die Geschäftsführung mit einer Info-Veranstaltung für die gesamte Montage nach. Es gab Bandstillstand von 9.20 Uhr bis 12.15 Uhr.

 

Der Produktionsleiter verkündete: Wegen mangelnder Auftragslage sei geplant, alle 300 Leiharbeiter – bis auf Ausnahmen – bis zum 30. September zu kündigen und einen Teil der Arbeitsplätze der Stammbelegschaft zu vernichten. Statt in zwei soll nur noch in einer Linie produziert werden. Zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung soll deshalb ein „Sozial“plan verhandelt werden mit den Faktoren Betriebszugehörigkeit, Alter und Familienstand.

 

Statt Sozialplan steht der Kampf um die Übernahme der Leiharbeiter und gegen die Arbeitsplatzvernichtung im gesamten Daimler-Konzern auf der Tagesordnung!