Rückrufaktion von VW

Krimineller Betrug geht weiter

Die Dokumentation des ZDF „Geheimakte VW - Wie die Regierung den Konzern schützt“ von Hans Koberstein am Donnerstag Abend war äußerst aufschlussreich.

Der kriminelle Betrug und die Vertuschung manipulierter Abgaswerte wird von VW und Verkehrsminister Alexander Dobrindt bis heute systematisch fortgesetzt.

Eine solche Strategie, konsequent das Recht zu missachten, ist mir in dieser Deutlichkeit noch nicht begegnet.

Professor Martin Führ

Der Umweltrechtler Professor Martin Führ¹ ist entsetzt: „Eine solche Strategie, konsequent das Recht zu missachten, ist mir in dieser Deutlichkeit noch nicht begegnet.“ Für seine sehenswerte Dokumentation hat Hans Koberstein Hundertausende Seiten geheimer Akten und Unterlagen von VW und staatlichen Behörden ausgewertet.

 

 

Statt VW für seinen kriminellen Betrug zur Verantwortung zu ziehen und die betrogenen Käuferinnen und Käufer zu entschädigen, einigte sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt im Interesse von VW darauf: die 2,4 Millionen betroffenen Fahrzeuge sollen bei einer Rückrufaktion eine neue Software aufgespielt bekommen. Das ganze kostet VW nicht mehr als ca. 60 Euro pro Auto.

 

VW wollte Stickoxidemissionen nie senken

 

Die Dokumentation enthüllt, dass VW gar nicht die Absicht hatte, mit dem Update die Stickoxidemissionen drastisch zu senken. Als „Zielwert“ wird das Drei- bis Fünffache des Grenzwertes von 180 mg/km NOx angegeben. In einem weiteren Dokument stellt VW selber fest, dass es „keine ernsthaften Unterschiede bei der Straßenmessungen beim Audi A4 zwischen den beiden Softwarebeständen gibt.“ Das Kraftfahrt-Bundesamt genehmigte trotzdem das Update. Ein Verantwortlicher der Qualitätssicherung bei VW bricht in Jubel aus: „Halleluja, Danke Ich gebe einen aus...“²

 

VW-Krise vertieft sich

 

Mit den neuen Enthüllungen vertieft sich die VW-Krise. Wie in einem Brennglas spiegelt sich in ihr die Diktatur der internationalen Monopole wie VW und die vollständige Unterordnung des Staates unter sie wider.