Stuttgart

Rund 100 Besucher bei Rojava-Veranstaltung

Bei der Veranstaltung "Frieden in Syrien ist möglich" in Stuttgart verfolgten rund 100 Besucher den beeindruckenden Vortrag über den Bau und den erfolgreichen Betrieb des Gesundheitszentrums in Kobanê.

Viele von ihnen haben sich hier zum ersten Mal informiert. Es folgte eine lebendige Diskussion über den Bericht eines Vertreters der Partei der Demokratischen Union (PYD) über die Ende 2016 gegründete "Demokratische Föderation Nordsyrien" und die Selbstverwaltung. Außerdem war deren Bekämpfung durch die Türkei und der Boykott der deutschen Regierung Thema. Dabei wurde folgende Resolution beschlossen (Auszüge):

 

"In Nordsyrien wurden gemeinsam von kurdischen, arabischen und weiteren Kampfverbänden, den 'Demokratischen Kräften Syriens' (SDF) große Teile des Landes vom Terror des 'Islamischen Staats' befreit. Unabhängig vom Assad-Regime und von islamistischen Gruppen wurde die 'Demokratische Föderation Nordsyrien' gegründet.

 

Sie garantiert in ihrem Gesellschaftsvertrag die Gleichbehandlung aller Völker in Syrien, Religionsfreiheit, besonders die Rechte der Frauen und Kinder, den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mit ökologischer Orientierung, Selbstverwaltung und Selbstverteidigung. ...

 

Die Türkei Erdogans führt dagegen Luftangriffe auf Ziele der Demokratischen Föderation und auch Sengals, provoziert und besetzt völkerrechtswidrig Teile Nordsyriens. ...

 

Wir fordern:

  • Aufhebung des Embargos und Öffnung der Grenzen für humanitäre Hilfe
  • Völkerrechtliche Anerkennung der 'Demokratischen Föderation Nordsyrien'
  • Stopp jeglicher Unterstützung von Erdogan
  • Verhinderung einer Panzerfabrik von Rheinmetall in der Türkei
  • Aufhebung der Kriminalisierung kurdischer (und türkischer) Parteien"