Nürnberg

100 Menschen auf Solidaritätskundgebung

Das Bündnis "Widerstand MAI 31 - Solidarität ist kein Verbrechen" hat folgende Pressemitteilung veröffentlicht.

Das Bündnis aus linken Gruppen, Angehörigen und SchülerInnen mobilisierte am 14. Juni, ab 17 Uhr, vor das Nürnberger Amtsgericht, um sich solidarisch mit den Menschen zu zeigen, die nach den Protesten gegen die Abschiebung des jungen Afghanen Asef nun Repression durch die Justiz erfahren.

 

Lärmdemo um das Justizgebäude

 

Mit Trillerpfeifen und Töpfen veranstalteten sie im Anschluss an die Kundgebung eine Lärmdemo rund um das Justizgebäude und die Haftanstalt, in der nach wie vor einer der Protestierenden in Untersuchungshaft sitzt.

Allein das Verhalten der Polizei hat die Situation eskalieren lassen

Schülerinnen und Schüler der B11

In verschiedenen Redebeiträgen wurde die massive Polizeigewalt am Tag selbst thematisiert. Von den SchülerInnen der B11 wurde darüber hinaus jedem Versuch der Spaltung in SchülerInnen und Linke eine klare Absage erteilt. Die Proteste seien gemeinsam und solidarisch geführt worden und einzig und allein das Verhalten der Polizei habe die Situation eskalieren lassen.

 

Schülerstatements wurden verlesen, die ein klares Bild von den dramatischen Geschehnissen des Tages selbst zeichneten. Auch die generelle Asylpolitik in Deutschland wurde in den unterschiedlichen Redebeiträgen scharf angegangen.

 

Abschiebungen generell verhindern

 

Es gehe nicht nur darum, Abschiebungen aus Schulen heraus zu kritisieren oder nach Afghanistan im Besonderen, sondern Abschiebungen generell zu verhindern, da sie für Menschen immer Perspektivlosigkeit, Unsicherheit, Hunger, Armut, Folter, Haft oder Tod bedeuten. Auch die Mutter des Inhaftierten sprach in bewegenden und kämpferischen Worten zu den KundgebungsteilnehmerInnen.

 

Auch MLPD und REBELL unterstützten die Forderungen des Bündnisses von Anfang an, riefen zur Teilnahme an der Demonstration auf und haben sich aktiv daran beteiligt.