Türkei

Nuriye Gülmen und Semih Özakça im Hungerstreik

Yeni Kadin (Neue Frau), eine Organisation von Migrantinnen aus der Türkei/Nordkurdistan hat folgende Pressemitteilung veröffentlicht.

Der Versuch der Legalisierung von rechtswidrigen Sanktionen und Angriffen des türkischen Staates gegen Oppositionelle wird unter dem Vorwand des „Putschversuches“ vom 15. Juli 2016 fortgeführt. ...

 

Auch die Akademikerin Nuriye Gülmen und der Lehrer Semih Özakça, die wie viele andere auch zu Unrecht gekündigt wurden, beugten sich nicht vor dem türkischen Staat. Zu Beginn haben sie 120 Tage in Ankara vor der Statue für Menschenrechte – trotz dutzender Verhaftungen und Folter – eine Sitzblockade durchgeführt. Am 121. Tag entschieden sie, ihren Protest in einen Hungerstreik umzuwandeln. ...

 

Abstruser Haftgrund

 

Nach einer dreitägigen Untersuchungshaft wurden die beiden unter dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation verhaftet. Nuriye und Semih führen ihren Hungerstreik in den Gefängnissen, in denen sie gehalten werden, dennoch fort. Der Streik nähert sich dem hundertsten Tag. Und die türkische Regierung hält bis dato daran fest, ihren Forderungen nicht nachzukommen. ...

 

Widerstand in der Yüksel-Straße geht weiter

 

Die Angst der Herrschenden ist nicht unbegründet. Durch die Angriffe des Staates vermehrt sich der Widerstand der Gesellschaft in allen Bereichen. Insbesondere Frauen sind ein wichtiger Bestandteil dieses Kampfes. 

 

· Wir werden durch unseren Widerstand gewinnen!

· Nuriye Gülmen und Semih Özakca sind nicht allein!

· Wir fordern das sofortige Ende des Ausnahmezustandes und der Notstandsgesetze und die sofortige Freilassung von Nuriye Gülmen und Semih Özakça und die Umsetzung ihrer Forderungen!

· Schulter an Schulter gegen Faschismus!"