Südafrika

Workshop zum Massaker von Soweto

Aus Anlass der gewaltsamen Niederschlagung der Schüler- und Studentenproteste in Soweto am 16. Juni 1976 führte die CYL (Communist Youth League, Jugendorganisation der CPSA/ML) gestern im Township Mdantsane einen Workshop durch. Davon berichtet ein Korrespondent.

Workshop zum Massaker von Soweto
Immer wieder wurden Redebeiträge mit kämpferischen Liedern eingeleitet (rf-foto)

Über 20.000 Kinder und Jugendliche demonstrierten 1976 gegen das Bildungssystem des Apartheidregimes. Die südafrikanische Regierung ließ 15.000 Polizisten aufmarschieren. 575 junge Menschen wurden getötet, 3.907 verletzt. Heute ist der 16. Juni in Südafrika Nationalfeiertag.

 

Bei dem Workshop der CYL führten Jugendliche aus, dass die Forderungen von 1976 nach freier, umfassender Bildung bis heute nicht erfüllt sind. Ganz im Gegenteil. Gerade mal 0,84 Prozent des Bruttosozialprodukts fließen in die Bildung. Studenten müssen auf Straßen, in Unterführungen oder Toiletten schlafen, sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt.

 

Ursache ist der Kapitalismus

 

Und was nützt ein Studium bei einer offiziellen Jugendarbeitslosigkeit von 54,4 Prozent? Dabei wird die reale Zahl sogar auf 70 Prozent geschätzt.

 

Die CYL setzt sich zum Ziel, die Zersplitterung unter den verschiedenen Jugendorganisationen zu überwinden. Sie sieht den Kapitalismus/Imperialismus als Ursache der Probleme und will die Jugend für den Sozialismus gewinnen. Ein Junge sagte: „Der Kommunismus ist die natürliche Methode für das Überleben der Menschheit!“