Herero-Völkermord

Entschädigungsklage scheitert

Eine Sammelklage von Nachfahren der namibischen Herero und Nama gegen Deutschland vor einem New Yorker Gericht auf Entschädigung ist vorerst wegen juristischen Tricks gescheitert. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Da die Bundesregierung ihren Sitz in Berlin hat, entscheidet der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) über die Zustellung von Zivilklagen aus dem Ausland. „Wir dürfen eine Klage nur zustellen, wenn es sich um eine Zivil- oder Handelssache im Sinne des Haager Zustellungsübereinkommens von 1965 handelt“, erklärt Behrendt. Die Herero und Nama waren von Kolonialtruppen des Deutschen Reichs in einem Völkermord fast ausgerottet worden.