Klimakatastrophe

Erste Hitze- und Unwetterwelle dieses Sommers

Ein schweres Unwetter hat über Deutschland gewütet. Es reiht sich ein in Temperaturrekorde weltweit.

Von rd
Erste Hitze- und Unwetterwelle dieses Sommers
Schweres Gewitter (foto: Gemeinfrei)

Immer öfter nehmen diese Temperaturen auch lebensbedrohliche Ausmaße an. Aber der Übergang in eine globale Klimakatastrophe kann verhindert werden.

 

Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag kam es zu orkanartigen Sturmböen, Gewittern, Hagel und einem Tornado über dem Norden und Osten Deutschlands. Vor allem in Niedersachsen tobte das Unwetter. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, weil Bäume auf ihre Autos stürzten.

 

In den betroffenen Regionen kam der Zugverkehr teilweise zum Erliegen, Flüge fielen aus, Autobahnen wurden zeitweilig gesperrt. Mehrere Großveranstaltungen wurden in den betroffenen Regionen unterbrochen oder abgesagt.

 

Der ehemalige US-Außenminister Kerry bei der Unterzeichnung des
Der ehemalige US-Außenminister Kerry bei der Unterzeichnung des "Pariser Klimaschutzabkommens (foto: US State-Departement)

In Kürze

  • Anhaltende Hitzewelle in weiten Teilen der Welt wird erwartet
  • Allein 2003 kamen 70.00 Menschen durch Hitze ums Leben
  • Umstieg von fossilen Energieträgern auf regenerative Energien möglich und lebenswichtig

Gleichzeitig schwitzten vor allem im Süden und Westen Deutschlands die Menschen bei Rekordtemperaturen. Laut Deutschem Wetterdienst war der vergangene Donnerstag der bislang heißeste Tag des Jahres. Demnach wurden in Andernach (Rheinland-Pfalz) 37,1 Grad gemessen. Kurz dahinter lag Köln (Nordrhein-Westfalen) mit 37 Grad. Auf Platz drei folgte Trier (Rheinland-Pfalz) mit 36,7 Grad.

 

Warnung vor anhaltenden Hitzewellen

 

Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einer anhaltenden Hitzewelle in weiten Teilen der Welt. In Spanien seien im Juni zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen worden, darunter in Granada mit 41,5 Grad und in Madrid mit 40,1 Grad. Pakistan meldete 54 Grad in der Stadt Turbat.

 

"Wir nähern uns dem weltweiten Temperaturrekord von 1913", sagte WMO-Meteorologe Omar Baddour am Dienstag in Genf. Damals wurden im Tal des Todes in der Mojave-Wüste (USA) 56,7 Grad gemessen. Regierungen, Städte und Gemeinden müssen Vorkehrungen treffen, um Menschen zu schützen, sagte Baddour. Er erinnerte daran, dass in Europa 2003 im Zuge einer Hitzewelle 70.000 Menschen ums Leben kamen.

 

Im Mai und Juni diesen Jahres hat es schon Hitzewellen in Teilen Europas, in Nordafrika und in den USA gegeben. Im Durchschnitt erreichte die globale Durchschnittstemperatur in den fünf Monaten bis Ende Mai nach Berechnungen der US-Wetterbehörde NOAA den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren, nur 2016 sei es wärmer gewesen.

 

Und trotzdem wird verharmlosend immer noch vom „Klimawandel“ gesprochen - tatsächlich ist ein beschleunigter Umschlag in die Weltklimakatastrophe bereits in vollem Gang!

 

Weltweit sterben Korallenriffe ab

 

Nach drei Jahren steigender Rekordtemperaturen in Folge ist das Jahr 2016 mit +1,3 Grad Celsius über dem vorindustriellen Wert das wärmste jemals aufgezeichnete Jahr. Ganze Ökosysteme beginnen zusammenzubrechen, wie das dramatische weltweite Absterben von Korallenriffen zeigt.

 

Die eingetretene Klimaerwärmung ist schon nahe an dem Wert von 1,5 Grad Celsius, auf den angeblich das „Pariser Klimaschutzabkommen“ vom Dezember 2015 die Erwärmung begrenzen will – eine Farce, auch schon ohne Trumps provokative Aufkündigung des Abkommens für die USA!

 

Selbst Deutschland hat in den ersten drei Monaten so viel CO2 ausgestoßen, wie es im gesamten Jahr verbrauchen dürfte, um wenigstens die unzureichenden Bestimmungen von 220 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu erreichen. Bundeskanzlerin Merkel hat inzwischen mehr oder weniger offen erklärt, die Ziele des „Klimaschutzabkommens“ nicht einhalten zu können.

 

Bald 74 Prozent der Bevölkerung extremen Hitzewellen ausgesetzt?

 

Schon heute sind etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung an mindestens 20 Tagen im Jahr einer Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, die die Thermoregulation des Körpers erheblich beeinträchtigen und potenziell tödlich sind. Extreme Hitzewellen werden einer Studie zufolge in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Menschen zu schaffen machen - und damit für mehr Todesopfer sorgen. Das schreiben Forscher der University of Hawaii im Fachmagazin "Nature Climate Change".

 

Angesichts des sogenannten „Klimawandels“, der nichts anderes ist, als der von den internationalen Übermonopolen verursachte Umschlag in eine weltweite Klimakatastrophe, könne dieser Anteil bis 2100 selbst bei drastischer Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes auf 48 Prozent steigen. Sollten die Emissionen auf dem derzeitigen Level bleiben, wären gar 74 Prozent der Bevölkerung extremen Hitzewellen ausgesetzt.

 

Bis 2050 müssen möglicherweise bis zu 250 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen – der Umschlag in die globale Klimakatastrophe ist inzwischen eine wesentliche Fluchtursache. Die Illusion der imperialistischen Mächte und internationalen Übermonopole von der „Anpassung“ an die Klimaveränderungen bedeutet den Tod für Hunderttausende Menschen und noch mehr Tiere.

 

Untergang in drohender Umweltkatastrophe kann verhindert werden

 

Doch durch den Aufbau einer weltweiten Front des aktiven Widerstands kann der Untergang der Menschheit in der drohenden Umweltkatastrophe verhindert werden: Ein schrittweises und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien muss erkämpft werden! Ebenso die Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen.

 

Die Treibhausgas-Emissionen müssen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 abgesenkt und ein klarer Kurs auf die Absenkung des CO²-Gehalts in der Luft auf 350 ppm genommen werden! Weltweit sind die Massen herausgefordert, den internationalen Übermonopolen die Welt aus der Hand zu nehmen, eh sie verbrannt! Im wahrsten Sinne des Wortes.