Indien

Neue Angriffe auf die Maruti-Suzuki-Arbeiter geplant

Am 18. März 2017 sind 13 Arbeiter von Maruti-Suzuki in Indien zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

18 Arbeiter erhielten Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren. Sie waren angeklagt, weil im Zusammenhang mit einem erbitterten Arbeitskampf gegen das Leiharbeitersystem 2012 ein Manager der Firma ums Leben kam. Deshalb sollten die Arbeiter ursprünglich sogar zum Tode verurteilt werden.

 

Breite weltweite Solidarität mit den "Maruti 13"

 

Gegen die Verurteilung der Arbeiter hat sich international eine breite Solidaritätsbewegung entwickelt. Sie wird unter anderem von der Internationalen Automobilarbeiter-Koordination und auch der revolutionären Weltorganisation ICOR unterstützt und verbreitet.

In ganz Indien entwickelt sich eine breite Solidaritätsbewegung, die von verschiedenen Gewerkschaften getragen wird. So gab es am 1. Mai einheitlich in ganz Indien die Forderung „Freiheit für die Maruti 13“. Als verschärfende Reaktion auf die sich ausbreitenden Proteste plant jetzt die Regierung des Bundesstaates Haryana Revision gegen den Freispruch von 117 Maruti-Suzuki Arbeiter einzulegen.

 

Urteile sollen verschärft werden

 

Außerdem wollen sie die Urteile gegen die 18 verurteilten Arbeiter wegen „Aufruhr“ verschärfen! Die Regierung von Haryana wird von der faschistoiden Hindu-nationalistischen Partei BJP (Bharatiya Janata Party) gestellt, die auch die Zentralregierung stellt. Die Unterdrückung der Arbeiter ist Ausdruck der besonderen reaktionären, faschistoiden Politik der Modi-Regierung zur Durchsetzung der wirtschaftlichen und politischen Ziele des neuimperialistischen Landes Indien. Erst vor wenigen Tagen wurde Modi mit allen Ehren von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Der erneute Angriff auf die Maruti-Suzuki-Arbeiter ist Anlass, die internationale Solidarität mit den verurteilten Maruti-Suzuki-Arbeitern zu verstärken.