Hamburg

MLPD unterstützt G20-Proteste

Die MLPD ruft zur massenhaften Beteilung an den Protesten gegen den imperialistischen G20-Gipfel auf.

MLPD unterstützt G20-Proteste
Protest gegen den G7-Gipfel bei Garmisch-Partenkirchen am 6. Juni 2015 (rf-foto)

Die MLPD unterstützt den gemeinsamen Aufruf des Bündnisses "Grenzenlose Solidarität statt G20" und mobilisiert aktiv für die Großdemonstration am 8. Juli.

 

"Der G20-Gipfel wird Hamburg über Tage hinweg lahmlegen und die Stadt als Kulisse für ein inszeniertes Schauspiel der Macht missbrauchen, während die dort lebenden Menschen an den Rand gedrängt werden sollen", heißt es in dem Aufruf und weiter:  "Aber dieser Plan wird nicht aufgehen. Mögen sich die Staatsgäste und ihre Delegationen in den Messehallen verbarrikadieren. Die Straßen werden den Menschen gehören, die den Gipfel nicht eingeladen haben."

 

Das passt den Herrschenden natürlich nicht in den Kram. Deshalb versuchen sie, den berechtigten Massenprotest in eine gewalttätige Ecke zu stellen. Dazu dienen aktuell zwölf Anschläge, die sich nach Angaben der Bundespolizei in der Nacht auf Montag ereignet haben. Zwei weitere seien verhindert worden. Ziel waren vor allem Kabel an Bahnstrecken. Dadurch fielen teilweise Züge aus oder kamen verspätet an.

 

In den bürgerlichen Massenmedien wurden diese Anschläge in den Zusammenhang mit dem bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburggerückt. Fakt ist: Außer einem angeblichen Bekennerschreiben aus der "autonomen Szene", dessen Echtheit bisher nicht erwiesen ist, gibt es dafür keine Anzeichen oder Beweise.

 

Der Aufruf zur Demonstration prangert dagegen völlig zu Recht die reaktionäre Gewalt an, die von den G20-Herrschenden ausgeht: durch immer neue imperialistische Kriege, Umweltzerstörung, Schaffung von Fluchtursachen, Verschärfung der Ausbeutung und Unterdrückung in den Betrieben usw.

Sie reden über Frieden, sind aber selbst die größten kriegführenden und rüstungsproduzierenden Staaten

Aufruf zur Demonstration am 8. Juli

"Auf ihrem jährlichen Gipfel reden die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten über 'Bekämpfung von Fluchtursachen', aber keines der großen Herkunftsländer sitzt am Tisch. Sie reden über 'Partnerschaft mit Afrika', aber es fehlt fast der gesamte Kontinent. Sie reden über den Klimawandel, vertreten aber die Interessen der Erdöl-, Kohle- und Autoindustrie. Sie reden über Frieden, sind aber selbst die größten kriegführenden und rüstungsproduzierenden Staaten." (Aufruf "Grenzenlose Solidarität statt G20")

 

Das breite Bündnis der G20-Gegner wird sich durch die tendenziöse Berichterstattung nicht von ihrem berechtigten Protest abbringen lassen.