Indonesien

Kämpferische Freeport-Bergleute

Seit über drei Monaten streiken Tausende indonesische Bergarbeiter des Kohlemonopols Freeport auf der Insel Papua. Ein Korrespondent berichtet über die kämpferische Tradition der Bergleute.

Berlin (Korrespondenz): Die indigenen Bergarbeiter von Freeport in Papua streiken immer wieder seit Jahren. Papua ist der indonesische Inselteil am östlichsten Ende der rund 7.000 Kilometer langen indonesischen Inselkette, dessen andere Hälfte den eigenständigen Staat Papua-Neuguinea bildet.
 
Es gibt Filme von Demonstationen, die von der Polizei niedergeknüppelt wurden. Besondere Brisanz hat der Streik auch wegen der massiven Zerstörung der Natur in Papua. Goldbergbau mit Hilfe von Quecksilber vergiftet die Natur und Menschen. Auch andere Bodenschätze und der Urwald werden ohne Rücksicht geplündert.

 

Mammutprojekte in ganz Indonesien


In ganz Indonsien gibt es solche Mammutprojekte, verbunden mit Korruption, Landvertreibungen und der Zerstörung der Natur in gigantischem Ausmaß. In Sumatra und Kalimantan ist bereits der überwiegende Teil der Regenwälder abgebrannt und vernichtet - für Palmölproduktion.

 

Streikende Bergleute und der Kampf für den Schutz der Umwelt

Vor einem Monat waren Umweltakivisten zu einer Protestversammlung bei der Aktionärsversammlung von Heidelberg Zement, um gegen dessen Zementminen in Java zu protestieren. Die Internationale Bergarbeiterkoordinierung tritt für die Verbindung des Kampfs um den Erhalt der Arbeitsplätze und des Umweltschutzes ein.