Internationalistische Liste/MLPD

300 Unterschriften an einem Tag

Mehr als 300 Unterschriften wurden vor kurzem für einen Kandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD gesammelt.

300 Unterschriften an einem Tag
Arnold Blum mit dem Landesvorsitzenden der MLPD Ost, Andrew Schlüter (rechts), auf seinem Hof (foto: Dietmar Röder)

Berlin (Korrespondenz): Am Samstag, den 17. Juni, wurde in Perleberg und Wittenberge die Unterschriftensammlung für den Direktkandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD aus der Brandenburger Prignitz, Arnold Blum, mit einem enormen Überschuss abgeschlossen. Mehr als 300 Unterschriften wurden an einem Tag gesammelt!

Ach den kenn' ich!

Unterschreibender aus Perleberg

Am Vormittag verteilten sich die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer, die überwiegend aus Berlin angereist waren, an allen belebten Orten in der Stadt und sprachen die Leute an: „Wir sammeln Unterschriften für Arnold Blum, einen Milchbauern aus der Prignitz, der bei der Bundestagswahl mitmachen will. Er kandidiert für die Internationalistische Liste/MLPD...“. Die Leute reagierten darauf überwiegend interessiert. Viele sagten: „Ach, den kenn' ich!“, einer erklärte sogar: „Das ist mein Onkel!“

 

Jeder kämpft für sich allein?

 

Ein junger Mann mit „Deutschland“ in Frakturschrift auf dem T-Shirt und entsprechender lautstarker Musik aus dem Auto reagierte verunsichert: „Internationale Solidarität? Jeder kämpft für sich allein“ und „Ich bin da ganz anderer Meinung“, murmelte er und suchte den Horizont vergebens nach rettenden Argumenten ab, bis die eifrige Sammlerin schließlich von ihm abließ.

 

Kontaktfreudige Prignitzer

 

Für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer aus der Großstadt war ansonsten die Kontaktfreude und Bereitwilligkeit der Prignitzer Bevölkerung ganz ungewohnt – in der Stadt wollen viele einfach nur ihre Ruhe... Kein Wunder bei dem Trubel!

 

Mittags gab es ein Picknick und ein kleines Konzert von Nümmes auf dem malerischen Marktplatz, bei dem es hauptsächlich um die Kuh Cilly ging. Auch sie fordert: "Erzeugerpreise rauf, Verbraucherpreise runter – auf Kosten der Konzerne!" Denn: Arnold Blum steht für unzählige kleine und mittlere Milchbauern, die durch die Politik der Bundesregierung ruiniert wurden und werden: Von 2000 bis 2016 hat sich die Zahl der Milchbetriebe fast halbiert.¹

 

Offene Bühne

 

Am Nachmittag wurde nochmal eine Runde gesammelt, und dann trafen sich alle wieder in einem Café am Marktplatz, wo Nümmes mittags zur Offenen Bühne eingeladen worden war. Außerdem gab es noch eine Märchenerzählerin, deren afrikanisches Märchen über einen Frosch, der nicht aufgab und erreichte, was alle anderen für unmöglich hielten, wunderbar erzählt war, und so gut passte, als sei es extra für's Kulturprogramm des Internationalistischen Bündnisses erfunden worden.

 

Führung auf dem Hof

Höhepunkt des Tages war eine Führung bei Arnold auf dem Hof mit Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Hofes. Mit einem Grillfest im Garten des Hofes klang der Tag gemütlich aus.