Türkei

Prozess zum Massaker in Suruc

Die Konföderation der unterdrückten Migranten in Europa (AvEG-Kon) hat folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Prozess zum Massaker in Suruc
Der Anschlagsort 2015 mit den abgedeckten Leichen (foto: Voice of America)

"Am 20. Juli 2015 trafen sich Hunderte Jugendliche in Suruc im Südosten der Türkei zum Jahrestag der Rojava-Revolution und folgten damit dem Aufruf der SGDF (Föderation der Sozialistischen Jugendverbände) ... Während der Presseerklärung der Jugendlichen im Innenhof des Amara-Kulturzentrums in Suruc blies sich ein Selbstmordattentäter, organisiert durch die Kooperation der IS mit der AKP, in die Luft. 33 Revolutionäre starben. …

 

Betroffene und Juristen gründeten “Initiative der Familien der Suruc-Opfer”

 

Die sozialistischen Jugendlichen, die Suruc überlebt haben, sowie die Familien, die ihre Angehörigen verloren haben, und Juristen kamen nach dem Massaker zusammen und gründeten die “Initiative der Familien der Suruc-Opfer”. ...

 

Einziger Angeklagter wurde nicht zum Gericht gebracht

 

Diesem Kampf folgend, wurde schließlich das Verfahren von Suruc eröffnet. Der erste Prozesstermin fand am 4. Mai statt. Doch der einzige inhaftierte Angeklagte, der für die Massaker von Suruc und Ankara verantwortlich ist, wurde nicht zum Gericht gebracht. Um das Interesse am Prozess von Suruc und den Kampf für die Verurteilung der Verantwortlichen zu schwächen, hat der Staat entschieden, das Verfahren in einem Gefängnis in Hilvan in der Provinz Urfa auszutragen. …“

 

Verfolgt den Prozess

AvEG-Kon

 

Weiter schreibt AvEG-Kon: „Eure Teilnahme am Prozess von Suruc wird den Kampf gegen Faschismus stärken. Wir rufen Euch auf, dem Aufruf der Initiative der Familien der Suruc-Opfer zu folgen und den Prozess von Suruc mitzuverfolgen.“