Feuerkatastrophe

Waldbrände in Portugal wüten weiter

Hier wüten immer noch die Waldbrände und das ist deprimierend.

Korrespondenz aus Portugal
Waldbrände in Portugal wüten weiter
foto: pixabay

Wenigstens gab es jetzt keine Toten mehr. Gestern haben wir eine Freundin getroffen, die völlig aufgewühlt war, weil sie und ihre Familie in der Waldbrandzone Haus und Land hat. Auf dem Land hat es gebrannt, das Haus blieb verschont. Aber es wohnen noch mehr Familienmitglieder in der Gegend, unter anderem eine 90-jährige Tante, die nur schwer davon zu überzeugen war, ihr Haus zu verlassen, als das Dorf evakuiert wurde. Und die Luft wiegt schwer, es ist knallheiss und der Himmel grau. Man merkt es den Leuten auf der Straße an; es ist natürlich Gesprächsthema Nummer eins, die Stimmung ist einfach gedrückt

 

Die Solidarität ist groß

 

Die Leute spenden und sammeln Kleidung, Lebensmittel, Tierfutter, Hygieneartikel - so viel, dass sie inzwischen die Sammelaktionen bremsen, weil sie keinen Platz zur Aufbewahrung haben. Und natürlich gibt es auch Diskussionen. Was schon seit Jahren immer wieder im Gespräch ist: die Tatsache, dass große Teile des Waldes mit Eukalyptus und Kiefern bepflanzt werden, Monokulturen, mit denen man Geld machen kann, also nicht einheimische Bäume. Besonders die betroffene Zone ist voll davon. Jetzt wird wieder diskutiert, dass die Monokulturen verboten werden sollen.