Gütersloh

Es geht auch demokratisch

Zum 42. Mal feierte die Stadt am 1. Juli "Gütersloh International".

Gütersloh (Korrespondenz)

"Güterloh International" - ein Festival mit mindestens 25 unterschiedlichen Sprachen und noch mehr unterschiedlichen Kulturen sowie kulinarischen Köstlichkeiten vor und in der Stadthalle. Eine gute Gelegenheit, Unterschriften für die Wahlzulassung der Gütersloher Direktkandidatin der Internationalistischen Liste/MLPD, Christa Stark, zu sammeln.

 

Leider nein, denn nach 15 Minuten untersagte die Festival-Security im Namen des Veranstaltungsleiters die Sammlung. Zufällig kam kurz danach Henning Schulz, der CDU-Oberbürgermeister von Gütersloh, vorbei. Als wir ihm den Vorgang vortrugen, verwies er zunächst darauf, dass der Veranstalter natürlich Hausrecht habe. Dann überlegte kurz und erklärte uns, dass dieses Festival städtisch sei - und somit er ja der Veranstalter mit Hausrecht. Aus seiner Sicht bestünden allerdings keinerlei Bedenken und er werde dies dem Veranstaltungsmanager mitteilen. Tatsächlich gab es in den folgenden drei Stunden keine Probleme mehr. Geht doch! Man muss kein Antikommunist sein! Ein gutes Beispiel für viele bürgerliche Politiker, die einerseits diese undemokratische Unterschriftensammlung verlangen und andererseits am liebsten jede Möglichkeit zur Sammlung beschneiden.

 

Über 50 Gäste des Festivals nutzten - trotz Dauerregens - die Gelegenheit, für Christa Stark zu unterschreiben. Der Stand des Alevitischen Kulturvereins unterschrieb geschlossen, zumindest alle, die einen deutschen Pass hatten: Elf Unterschriften. Die anderen dürfen nicht. Sie ließen sich aber noch einmal 20 Listen geben, denn sie wollen in ihrem Verein selbst weiter sammeln.