Hamburg
Polizei räumt friedliches Camp - Großdemo am Samstag sehr erfolgreich
Am Freitag und Samstag glaubten die Hamburger immer weniger, dass die „gewaltbereiten Demonstranten“ der Grund der Polizeigewalt seien.
„Es war ein Zugeständnis an die wachsende Empörung in der Bevölkerung", schrieb die Landesleitung Nord der MLPD in ihrer Pressemitteilung, „dass das Protestcamp im Altonaer Volkspark ohne zahlenmäßige Begrenzung gerichtlich erlaubt wurde. Zunehmend waren die Hamburger sauer und glaubten immer weniger, dass die 'gewaltbereiten Demonstranten' der Grund der Polizeigewalt seien.
Schlafen war fast unmöglich
Das tagsüber idyllische Camp wurde nachts von tieffliegenden Hubschraubern terrorisiert, schlafen war fast unmöglich. In der Nacht auf Samstag umkreisten vier Polizeifahrzeuge das Camp, was natürlich als Vorbereitung für das Stürmen des Camps aufgefasst wurde. Tatsächlich waren das Scheinangriffe, um die Teilnehmer zu zermürben. Um 6 Uhr morgens begannen mehrere Hundertschaften der Polizei, alle Zugänge, Kreuzungen im Nahbereich usw. systematisch abzuriegeln. Alle und alles wurde dann durchsucht, das Ganze wirkte bedrohlich.
Keiner wusste, ob man das Camp überhaupt noch verlassen kann
Mehrere größere Gruppen Jugendliche wurden beim Verlassen des Camps eingekesselt. Es konnte niemand das Camp verlassen, ohne durch die Personenkontrolle zu gehen. Umso größer ist der Erfolg der Großdemonstration mit mindestens 76.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich nicht einschüchtern ließen und die viele Hamburger herausforderten, sich selbst ein Bild von ihrem friedlichen, lebendigen, und optimistischen Charakter zu machen.
Entschiedener Protest
Der Landesverband Nord und über 40 vor allem Jugendliche, die sich nach der Demo zusammen fanden, protestieren entschieden gegen diese unglaubliche Schikane und fortschreitende Faschisierung der Polizeimethoden. Es ist empörend, dass Bundeskanzlerin Merkel zum Ende des Gipfels eine 'exzellente Polizeiarbeit' lobt.