Daimler

Protest gegen Auslagerung von 850 Arbeitsplätzen

Mercedes-Benz will Geld einsparen und das geht offenbar am Besten, in dem man Arbeit an Fremdfirmen vergibt, zu niedrigeren Löhnen.

Wörth (Korrespondenz)

Die Mitarbeiter sind sauer und protestieren. Im Lkw-Werk von Mercedes-Benz in Wörth haben am Donnerstagmorgen, 6. Juli, Mitarbeiter vor den Werkstoren ihren Unmut gezeigt - eine Protestaktion der IG Metall. Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers prüft Daimler in Wörth die Auslagerung von rund 850 Arbeitsplätzen.


Daimler hat in den letzten zwei Jahren bereits rund 500 Arbeitsplätze ausgelagert

Dem IG-Metall-Sprecher zufolge hat die Werksleitung in den vergangenen beiden Jahren bereits rund 500 Arbeitsplätze an Fremdfirmen vergeben. Dabei handele es sich oft um Firmen, die ihre Mitarbeiter unter Tarif bezahlen.

 

Verstoß gegen Vereinbarung

Die betroffenen Daimler-Beschäftigen mussten in andere Abteilungen innerhalb des Lkw-Werks wechseln. Nun stelle die Geschäftsführung erneut und noch mehr Arbeitsplätze in produktionsnahen Bereichen auf den Prüfstand, wie beispielsweise die Räder- und Reifen-Vormontage. Dabei verstoße Daimler gegen eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, die bis 2020 gelten sollte. Vor allem gegen dieses Vorgehen richtet sich laut Gewerkschaft die Protestaktion am Donnerstag auf dem Werksgelände in Wörth.