Automobilarbeiterkämpfe

Seit 27. Juni: Streik bei Fiat in Serbien

Im Fiat-Chrysler-Werk Automobili Srbija in Kragujevac in Serbien streiken seit 27. Juni 2.460 Arbeiterinnen und Arbeiter für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Von Gerd Pfisterer

Das Werk in Kragujevac gehört zu 66 Prozent Fiat-Chrysler, 33 Prozent gehören dem serbischen Staat. In dem Werk werden Fiat 500L produziert. Die Beschäftigten fordern eine Erhöhung der Löhne von 38.000 Dinar (320 Euro) auf 45.000 Dinar (375 Euro) im Monat. Das entspricht einer Lohnerhöhung von 18 Prozent.

 

Rund 90 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter beteiligen sich

Außerdem fordern die Beschäftigten zusätzlich Personal für die Vertretung Kranker und Unterstützung von Fiat in Verkehrsverbindungen zum Werk. Nach Auskunft der beiden unabhängigen Betriebsgewerkschaften Samostalni Sindikat (Unabhängige Gewerkschaft) und Nezaviznost (Unabhängigkeit) beteiligen sich rund 90 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter am Streik, während in den Büros weiter gearbeitet wird.

 

Werksleitung verweigert Verhandlungen

Bislang verweigert die Werksleitung Verhandlungen mit den Streikenden. Die Kolleginnen und Kollegen wollen so lange streiken, bis Fiat auf die Forderungen eingeht.