Studiengebühren

Studierende und Montagsdemonstranten gemeinsam

Gut 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die meisten davon Studierende aus Essen, aber auch aus Bochum, protestierten am 10. Juli gemeinsam mit der Essener Montagsdemonstration gegen die von der neuen Landesregierung geplanten Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern.

Essen (Korrespondenz)
Studierende und Montagsdemonstranten gemeinsam
(foto: rf-foto)

Die Initiative für die erfolgreiche gemeinsame Aktion ging von einem Essener Studenten aus. Die Moderation durch einen Genossen des Jugendverbands REBELL förderte die kämpferische und solidarische Stimmung.

 

Mehrere Studentinnen, Studenten sowie Montagsdemonstrantinnen und -demonstranten nahmen in kämpferischen Redebeiträgen die Pläne der Landesregierung auseinander. Ein Student betonte, dass die ganze Argumentation, durch die Einnahmen aus diesen Studiengebühren die Qualität der Hochschulen zu verbessern, durch und durch verlogen, billig und nicht einmal richtig gerechnet ist.

 

Ein Student der Folkwang-Hochschule betonte, dass gerade der internationale Charakter dieser Hochschule ihr Wesensmerkmal ist und dass der fruchtbare Austausch von Menschen unterschiedlichster Herkunft nicht verloren gehen darf.

 

Soziale Auslese wird gefördert

Solidarisch erklärten sich auch der Frauenverband Courage und ein Teilnehmer der Umweltgewerkschaft. Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, erklärte nicht nur die Solidarität der MLPD. Sie prangerte auch die ganze Menschenfeindlichkeit der neoliberalen Politik des Imperialismus an, gegen die in Hamburg während des G20-Gipfels zu Recht demonstriert wurde. Die geplanten Studiengebühren sind ein Ausdruck dieser Politik im Bildungswesen und zielen auf Elitenförderung mittels sozialer Auslese, Diskriminierung und Spaltung.

 

Immer wieder wurde betont, dass dies nur ein Anfang der Proteste ist. So wurde dazu aufgerufen, am folgenden Tag die geplanten Proteste an der Ruhruniversität Bochum zu unterstützen, wo FDP-Chef Christian Lindner sprechen sollte.

 

Großes Interesse am REBELL

Der Wunsch, sich für diesen Kampf gut zu organisieren, schlug sich auch darin nieder, dass sich mehr als zwei Dutzend Studierende in Listen zur Unterstützung des Aufbaus einer Hochschulgruppe des Jugendverbands REBELL eintrugen.