ThyssenKrupp

Vernichtung von 2.500 Arbeitsplätzen geplant

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger will den Konzern für die Weltmarktführerschaft im Anlagenbau nach vorne bringen. Dazu gehört auch die Trennung vom Stahlbereich.

Von Gerd Pfisterer

ThyssenKrupp will in den kommenden drei Jahren weltweit mindestens 2.500 Arbeitsplätze in der Verwaltung vernichten. Die Hälfte davon entfallen auf Deutschland. In der Verwaltung sind rund 18.000 Menschen beschäftigt. Der Vorstand erwartet sich davon eine Steigerung des Profits um 400 Millionen Euro.

Profitsteigerung von über 1,15 Milliarden Euro anvisiert

Für den Stahlbereich hat der Vorstand - unabhängig von den Fusionsplänen - bereits ein Programm zur Profitsteigerung von 500 Millionen und für den Anlagenbau von 250 Millionen aufgelegt. Das sind in Summe über 1,15 Milliarden Euro, mit denen Hiesinger den Konzern für die Weltmarktführerschaft im Anlagenbau nach vorne bringen will. Dazu gehört auch die Trennung vom Stahlbereich.

Kampf um jeden Arbeitsplatz auf der Tagesordnung

Die Arbeitsplatzvernichtung wird wieder verbrämt mit der Ankündigung, „nach Möglichkeit“ auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath „kann nachvollziehen“, dass der Vorstand Verwaltungskosten auf den Prüfstand stellt und warnt vor einem „Kahlschlag“.

 

Knut Giesler, IG Metall-Vorsitzender in NRW, fordert „Konzepte und Lösungen, mit denen die Arbeit an den Standorten gesichert werden kann - durch Innovation und Wachstum." Das einzige, was solche Konzepte sichern, ist der Profit!

 

Damit steht der Kampf um die Verteidigung der Arbeitsplätze und für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich im gesamten Konzern auf der Tagesordnung.