Palästina/Israel

Verschmutzte Strände wegen Stromkürzung in Gaza

Das Palästina-Portal hat folgenden Bericht veröffentlicht:

Palästina-Portal
Verschmutzte Strände wegen Stromkürzung in Gaza
Impression aus dem Gazastreifen (foto: Mujaddara (CC BY-SA. 30. nicht portiert))

„Das israelische Gesundheitsministerium glaubt, dass die Stilllegung einer Abwasseraufbereitungsanlage in Gaza wegen der Stromkürzungen zur Verschmutzung der Strände von Zikim und dem Ashkelon-Nationalpark geführt hat, die für Schwimmer gesperrt wurden. (...)

Täglich fließen etwa 110.000 Kubikmeter Abwässer  vor Gaza ins Mittelmeer

Seit die Anlage nicht mehr arbeitet, sind täglich etwa 110.000 Kubikmeter Abwasser von der Küste von Gaza ins Mittelmeer geflossen. Am Mittwoch stellte das israelische Gesundheitsministerium (im Meerwasser) einen extrem hohen Grad an Bakterien und Fäkalien, gerade nördlich des Gazastreifens fest.

Ashkelons Bürgermeister macht sich lediglich Sorgen um die Badegäste

EcoPeace Middle East, eine Organisation, die israelische, palästinensische und jordanische Umweltschützer zusammenbringt, berichtete, dass das Ausmaß an Abwasser seit der Stromkürzung für den Gazastreifen um ein Drittel zugenommen hat. Nachdem das Gesundheitsministerium das Badeverbot ausgesprochen hatte, schrieb Ashkelons Bürgermeister Tomer Glam an Premierminister Benjamin Netanyahu und bat ihn, unverzüglich eine Lösung für die Elektrizitätskrise in Gaza oder zumindest eine Lösung für das Problem des unbehandelten Abwassers zu finden.

In einer öffentlichen Erklärung wies der Bürgermeister darauf hin, dass jetzt der Höhepunkt der Badesaison sei und "das Letzte, was wir wollen, ist die Sperrung der Badestrände".