Themar

Erneute Proteste gegen Faschisten-Konzert

Die Menschen in Themar organisieren breiten Widerstand. Die ganze Stadt sagt: Kein Platz für Nazis!

Von Jugendverband REBELL
Erneute Proteste gegen Faschisten-Konzert
Mitlgieder des Jugendverbands REBELL bei den Blockaden gegen das letzte Faschistenkonzert in Themar am vergangenen Wochenende (rf-foto)

Für kommenden Samstag, den 29. Juli, ist erneut ein faschistisches Konzert namens “Rock für Identität“ in Themar/Südthüringen angemeldet. In den letzten Wochen fanden in Themar und Gera schon zwei solche als harmlose "Konzerte" deklarierte Faschisten-Treffen statt.

Am Wochenende werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommercamps in Themar gegen das dort geplante Faschistenkonzert demonstrieren (rf-foto)
Am Wochenende werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommercamps in Themar gegen das dort geplante Faschistenkonzert demonstrieren (rf-foto)

In Kürze

  • Die Menschen in Themar lassen sich das Faschistenkonzert in ihrem Ort nicht bieten
  • MLPD und REBELL unterstützen die Proteste am Samstag
  • "Antideutsche" betätigen sich als Spalter

Am 1. Juli sollte eines der Konzerte in Themar stattfinden. Es wurde kurzfristig nach Gera verlegt. Am 15. Juli fand in Themar das Festival "Rock gegen Überfremdung" statt, in dessen Rahmen 6.000 Faschisten aus ganz Europa kamen – das größte Faschisten-Treffen in diesem Jahr, wenn nicht sogar seit dem II. Weltkrieg.

Landratsamt kapituliert

Die Menschen in Themar ließen und lassen sich das nicht bieten und organisieren breiten Widerstand. Die ganze Stadt steht quer und sagt: Kein Platz für Nazis! Sie protestieren auch gegen Herrn Müller (CDU) vom Landratsamt. Das Landratsamt zieht aus der gescheiterten Klage gegen das letzte Nazi-Konzert die Schlussfolgerung, nun gar keinen rechtlichen Widerstand zu leisten.

Sommercamp mobilisiert

Heute fuhren Rebellen vom Sommercamp nach Themar, um mit Einwohnern gemeinsam das Fronttransparent für die Demonstration am Samstag zu malen: "Kein Platz für Nazis – Themar bleibt bunt". MLPD und REBELL unterstützen die Proteste am Samstag. Das „nebenan“ stattfindende Sommercamp mobilisiert seine Teilnehmer.

 

ACHTUNG: Wer am Samstag zum Camp anreist, soll bitte prüfen, ob es möglich ist, direkt nach Themar zu kommen. Treffpunkt: Samstag, 29. Juli, ab 11 Uhr, zentraler Marktplatz. Wir bieten dann einen Transport im Anschluss der Aktionen von Themar nach Truckenthal an!

Spaltungsversuche der "Antideutschen"

Gleichzeitig gibt es Spaltungsversuche durch eine Gruppe von "Antideutschen", die eine eigene Demo mit eigenem Aufruf anmeldeten, der sich total überheblich gegenüber der Bevölkerung zeigt, sie würde nun "endlich" etwas tun.

 

Entgegen den Absprachen im Bündnis steht sie unter dem Motto "Gegen Faschismus, Rassismus, gegen jeden Antisemitismus, Fanatismus und jede autoritäre Ideologie". Dies ist eine Attacke gegen die MLPD, ohne dass dies offen gesagt wird. Die "Antideutschen" verstehen unter "autoritär" die Diktatur des Proletariats im Sozialismus.

 

Die Herrschaft der Arbeiterklasse unterdrückt das Bestreben, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen wieder herzustellen, auf Kosten anderer Völker zu leben, die Umwelt zu zerstören und imperialistische Kriege zu führen. Für die Millionenmassen der Bevölkerung bringt sie ungeahnte Freiheit.

"Antideutsche" undemokratisch und autoritär

Es ist absurd, dass die "Antideutschen" demokratisch gewählte Autoritäten ablehnen, aber gleichzeitig autoritär in ihrem Aufruf diktieren wollen: "Keine Partei-Fahnen, -Transparente, -Material". Da am 15. Juli außer der MLPD keine Partei sichtbar aufgetreten ist, richtet sich auch das gegen die MLPD. Im antifaschistischen Kampf darf man keine Spaltung zulassen, das ist eine wichtige Schlussfolgerung aus der antifaschistischen Bewegung vor 1933.

 

  • Kein Fußbreit den Faschisten!
  • Nicht in Themar und auch nicht anderswo!
  • Für das Verbot aller faschistischen Organisationen!