Braunschweig

Großes Interesse an neuer VW-Broschüre

Am Dienstag wurde bei VW Braunschweig an der Halle 30/31 die neue VW-Broschüre der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses verteilt.

Korrespondenz aus Braunschweig

Dort, rund drei Kilometer vom Hauptwerk entfernt, arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen der VW-Tochter Autovision und auch ein größerer Teil der Befristeten, die für eine Verlängerung ab 1. August nach Kassel müssen.

"Das ist eine Manager-Diktatur"

80 bis 90 Prozent nahmen die Broschüre interessiert. Viele Kollegen blieben für ein Gespräch stehen. Die Reaktionen auf das Kartell der Autokonzerne waren empört, aber auch besorgt: „Das war doch klar - da stecken alle drin!“ „Hört das denn nie auf!“ „Von wegen Aufklärung: Die geben immer nur zu, was eh schon bekannt ist.“ „Hoffentlich bleibt der Laden hier erhalten.“

 

„Das ist hier eine Manager-Diktatur! Die können sich anscheinend alles erlauben“, meinte ein Arbeiter, der zuhause alles für eine saubere Umwelt tut, aber sich einen Kampf der breiten Masse noch nicht vorstellen kann.

 
Die Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung der Verantwortlichen und Haftung mit dem Privatvermögen stieß auf breite Zustimmung. „Das sind doch alles Verbrecher“, war die Mehrheitsmeinung. Und: „Es ist eine große Schweinerei, dass die Leiharbeiter das ausbaden müssen!“ 

Arbeiterplattform: Damit keiner im Regen steht

Die Hauptauseinandersetzung drehte sich darum, das die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst aktiv werden und sich organisieren müssen: im Internationalistischen Bündnis, im VW-Komitee oder in der MLPD. Mehrere Kollegen trugen sich in die Bündnisliste ein.

 

Einige sagten: „Eigentlich habt ihr ja recht, aber ...“. Dann kam oft: „keine Zeit“. Manchmal auch: „Wenn ich hier den Mund aufmache, dann muss ich mich warm anziehen.“ Gerade deshalb brauchen wir ja die Arbeiterplattform, damit keiner alleine im Regen steht!