St. Petersburg

Städtereise auf den Spuren der Oktoberrevolution

Am 29. Juli startete die zweite Gruppenreise von people-to-people nach St. Petersburg.

Korrespondenz aus St. Petersburg
Städtereise auf den Spuren der Oktoberrevolution
Eine der Lokomotiven, mit denen St. Petersburg - damals Leningrad - während der faschistischen Blockade im Zweiten Weltkrieg versorgt wurde (rf-foto)

In Zusammenarbeit mit den russischen Partnern vor Ort wurde ein tolles Programm zusammengestellt. In den ersten drei Tagen konnten wir an einer Busfahrt durch St. Petersburg teilnehmen, bei einer Schifffahrt auf der Newa das russische "Venedig" durchkreuzen, das Museum der russischen Revolution mit den Arbeitsplätzen von Lenin und Nadeshda Krupskaja besuchen, sowie eines der berühmtesten Kunstmuseen, die Eremitage im Winterpalast, bestaunen.

Bewegende Schauplätze der Oktoberrevolution

Ein Teilnehmer: "Wir haben heute die Lokomotive 293 gesehen, mit der Lenin 1917 nach Russland einreiste, und das Jalava-Lied dort gesungen. Wir waren auch im Revolutionsmuseum in dem Raum, wo die Bolschewiki im November 1917 getagt haben - das ist schon sehr bewegend, tatsächlich an diesen Orten zu sein anlässlich der 100 Jahre Oktoberrevolution."


Einer jungen Arbeiterin gefällt an der Reise besonders gut, dass wir erfahren, was die Menschen sich damals mit der Revolution erkämpft hatten und wie sie im Gegensatz dazu heute leben, wie Armut und Reichtum krass aufeinanderstoßen. In den Gesprächen diskutieren wir die Erfahrungen seit dem Verrat am Sozialismus und die Schwierigkeiten, das zu verarbeiten.

Möglichkeit zu Begegnungen

Eine weitere Teilnehmerin: "Die Eindrücke in dieser Stadt sind überwältigend, auf den Spuren der Kultur dieses Landes zu wandeln, historische Eindrücke, aber auch den Wandel, den diese Stadt und das Verständnis von Geschichte genommen haben, was einen auch traurig machen kann, dass diese stolzen Arbeitererrungenschaften nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Gruppe wächst immer mehr zusammen, man hat die Möglichkeit der Begegnungen - das ist großartig."

Widerstand der Bevölkerung

Wesentlich dafür, solche Eindrücke zu bekommen, sind die leidenschaftlichen Führungen und das Engagement unserer russischen Reiseleiter. Sie berichten auch vom Widerstand der Bevölkerung gegen den Bau eines neuen Turmes von Gazprom, der an den Stadtrand verlegt werden musste.


Die Sankt-Petersburger, mit denen wir bisher ins Gespräch kamen, sind freundlich und aufgeschlossen. Wir freuen uns auf die nächsten Tage und sind gespannt auf die weiteren Begegnungen mit den Menschen hier.