Truckenthal

Bildungsveranstaltung: Rebellisch sein will gelernt sein!

Während sich bei den Protesten gegen den G20-Gipfel Demonstranten aus der anarchistischen und autonomen Szene an Krawallen beteiligt haben, kritisieren REBELL und MLPD diese Praxis.

Korrespondenz vom Sommercamp
Bildungsveranstaltung: Rebellisch sein will gelernt sein!
Start in die zweite Sommercamp-Woche (foto: rebell)

Am Montag gab es auf dem Sommercamp eine Bildungsveranstaltung von Lisa Gärtner, der jugendpolitischen Sprecherin der MLPD, zur taktischen Offensive für den echten Sozialismus und gegen den modernen Antikommunismus, die REBELL und MLPD aktuell durchführen. In einer lebendigen Diskussion mit dem Publikum lieferte sie zu vielen Fragen allseitig Argumente. Begeistert waren die Jugendlichen vor allem von dem sehr logischen und allseitigen Aufbau der Veranstaltung.

Die Ausgangslage wurde gründlich besprochen

... international sowie in Deutschland, dann wie damit unter den Massen, in der Bevölkerung, umgegangen wird und was das für die Revolutionäre heute heißt, was wir uns mit der Offensive vornehmen und welche Methoden dazu geeignet sind.

In was für einer Welt leben wir und wie verändert sie sich?

Während sich bei den Protesten gegen den G20-Gipfel Demonstranten aus der anarchistischen und autonomen Szene an Krawallen beteiligt haben, kritisieren REBELL und MLPD diese Praxis. Dass auf diese Art und Weise keine revolutionäre Situation herbeigeführt werden kann und das auch in der Vergangenheit nie funktioniert hat, ist nicht trivial. In der Diskussion über die Ausgangslage werden Dinge genannt, wie der Aufstieg neuer imperialistischer Länder, der Rechtsruck vieler Regierungen und die Reaktion nach innen, der Staatsterror. Die erhöhte Gefahr eines dritten Weltkrieges lässt sich nicht leugnen. Die jugendpolitische Sprecherin fasst das zusammen als eine neue Stufe der Krise des imperialistischen Weltsystems.

Qualifizierung der wirtschaftlichen Entwicklung

Der Kapitalismus stürzte 2008 in seiner bisher größte Weltwirtschaftskrise. Seit dem hält sich eine schwankende Stagnation und eine große Anfälligkeit für weitere Probleme in den politischen und ökologischen Entwicklungen. Für eine konkrete Strategie und Taktik des Klassenkampfes muss zwischen den Situationen in den verschiedenen Ländern differenziert werden.

Lage in Deutschland

An dieser Stelle seien nur die Stichworte reaktionäre Flüchtlingspolitik, NSU-Prozess, Rollback in der Umweltpolitik und Massenüberwachung genannt. Bevor man wie die DKP über diese negativen Entwicklungen in eine "Jammerstimmung", wie es Lisa Gärtner ausdrückt, verfällt, lohnt sich ein Blick auf die Reaktion der Massen auf die Phänomene des krisengeschüttelten Imperialismus.

Fortschrittlicher Stimmungsumschwung eingeleitet

Die Menschen in allen Teilen der Welt nehmen diese Probleme mehr und mehr wahr und geraten ins Nachdenken. Die Hauptseite dabei ist ein eingeleiteter fortschrittlicher Stimmungsumschwung. Das äußert sich auf unterschiedliche Weise in der ganzen Welt z.B. in der massenhaften Teilnahme von etwa 150.000 Menschen an den G20-Protesten, der Anti-Trump-Demonstration oder dem Kampf der Belegschaften der Automobilkonzerne gegen deren kriminelle und umweltverachtende Machenschaften.

Jugend steht links

Unter der Jugend zeigt sich das besonders, so z.B. in der Bewegung gegen Abschiebungen. Dagegen intensivieren die Monopole und damit auch die Staatsapparate ihre antikommunistische Hetze. Es findet also innerhalb der Gesellschaft ein ständiger Kampf um die Denkweise statt, der aber nicht von den bürgerlichen Parteien und Medien, sondern den fortschrittlichen Kräften angeführt werden muss, die sich in der "Internationalistischen Liste/MLPD" zusammenfinden. Sie soll als eine "Keimform der Einheitsfront", so sagt es eine Zuhörerin, dienen und muss sich deswegen mit den Massen verbinden ...

 

Es war ein sehr gelungener Abend, der noch viele Diskussionen hervorbrachte und unsere Vorfreude auf den Wahlkampf und die Aktivitäten zu 100 Jahre Oktoberrevolution gesteigert hat.