Abschiebungen

Polizei setzt öfter Handfesseln ein

Die Bundespolizei setzt bei Abschiebungen immer häufiger Handfesseln ein. Das geht aus einer Übersicht der Behörde zu "Rückführungen" im Jahr 2016 hervor, die der WELT vorliegen. Demnach setzten die Beamten 2016 insgesamt 47 Mal Klettband ein. Im Jahr zuvor passierte dies nur 37 Mal. Während 2015 noch 38 Mal Handfesseln aus Plastik genutzt wurden, waren es im vergangenen Jahr 81 Mal. Mehr als doppelt so häufig wurden auch sogenannte Body Cuffs eingesetzt. Dabei handelt es sich um einen Gürtel, wie er auch von Gewichthebern getragen wird. In den Taschen stecken hier aber Handschellen. Zu diesem Mittel griffen die Polizisten 2016 insgesamt 85 Mal, im Jahr zuvor nur 37 Mal.