Umwelt

Klimacamps mit Strategiediskussion

An diesem Wochenende haben drei Klimacamps im Rheinland begonnen. Das größte „Klimacamp Rheinland“ am Lahey-Park in Erkelenz erwartet bis zu 6.000 Teilnehmer.

Korrespondenz aus Bonn
Klimacamps mit Strategiediskussion
Foto: RF

Die BUND-Jugend führt in der Nähe des Hambacher Tagebaus ein „Camp for future“ durch. Auch in Bonn begann am Freitag das Klimacamp vor dem Poppelsdorfer Schloss nach einer kämpferischen Auftakt-Demonstration durch die Innenstadt.

 

Gemeinsam ist allen drei Camps eine Mischung aus Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen, Aktionstraining und Kultur. Zum Bonner Klimacamp haben neben den Initiatoren vom Bonner Jugendbündnis, ver.di-Jugend Süd und Antikapitalistischer Aktion Bonn auch REBELL und MLPD aufgerufen und beteiligen sich aktiv. Am 22. August findet dort um 14 Uhr eine Lesung des Buchs „Katastrophenalarm!“ statt (1). Sie unterstützen die verschiedenen im Rahmen des Camp-Programms stattfindenden Aktivitäten.

 

Auch die Umweltgewerkschaft führt Workshops und Veranstaltungen durch (2). Ab dem 24. August gehen die Camps über in gemeinsame Aktionen gegen den Braunkohle-Tagebau und die Braunkohle-Kraftwerke von RWE im Rheinland. Die vielfältigen Proteste dauern bis zum 29. August.

 

„System change – not climate change“ („Das System und nicht das Klima ändern“) ist auf allen Klimacamps als Losung verankert. Sie wurde auf der Bonner Demonstration leidenschaftlich gerufen, ebenso „One solution: revolution“ („Eine Lösung: Revolution“) und „Unsere Umwelt – unsere Zukunft – unser Widerstand“.

 

Aber was eine Revolution ist, darüber gibt es noch sehr unterschiedliche Vorstellungen: die einen verstehen darunter eine „Energie-Revolution“. Oder, wie auf der Webseite des Klimacamp Rheinland: „Ohne eine Abkehr vom fossilen Kapitalismus ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung des Klimawandels noch globale soziale Gerechtigkeit möglich.“

 

Wäre Kapitalismus dann gut, wenn er nicht „fossil“ wäre? Die Gesetzmäßigkeit der imperialistischen Konkurrenz um Weltmarkt und Weltherrschaft kann nur durch den Sturz der kapitalistischen Herrschaft und die Errichtung vereinigten sozialistischen Staaten der Welt aufgehoben werden. Nur so kann auch der Zwang der Ausbeutung von Mensch und Natur letztlich beseitigt werden.

 

Die Strategiediskussionen auf den Klimacamps sind Teil der Vorbereitung einer großen internationalen Demonstration in Bonn am 11. November anlässlich der 23. UN-Klimakonferenz. Günther Bittel lud als Redner der MLPD bei der Demonstration auch zum ICOR-Seminar 100 Jahre Oktober-Revolution in Bottrop vom 27. bis 29. Oktober ein.

 

Schon nächste Woche - am 26. August - ist der bundesweite Wahlkampf-Auftakt der Internationalistischen Liste/MLPD in Dortmund - auch für Umweltkämpfer/innen ein wichtiger Termin. Denn nur in Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung und durch eine internationale Front des aktiven Widerstands mit den revolutionären Kräften als Rückgrat kann die Umwelt vor der Profitwirtschaft gerettet werden!