Klartext

Hannes Stockert

Hannes Stockert spricht Klartext

USA-Nordkorea-Konflikt – mehr als nur zwei „machtbesessene Spinner“

„Entsichert und geladen“ – bei dieser Ankündigung des US-Präsidenten stockte vielen Menschen weltweit der Atem. Schließlich verfügen die USA mit 7.000 Sprengköpfen über fast die Hälfte der Atomwaffen-Weltbestände. Als einziges Land der Erde haben sie diese auch schon gegen Menschen eingesetzt.
Es ist eine gefährliche Verharmlosung, wenn dies in den Nachrichten öfter als „unbesonnene Rhetorik-Fassade“ heruntergespielt wird. Unbenommen - weder Donald Trump noch Kim Jong Un gelten, gemessen am Maßstab der Zukunftsinteressen der Menschheit, als wirklich zurechnungsfähig. Aber es steckt mehr dahinter als ein Fernduell zweier „machtbesessener Spinner“, wie viele meiner Kollegen die beiden salopp bezeichnen. Wenn dies so wäre, wäre es doch ein Leichtes, solche Politiker aus dem Verkehr zu ziehen.
Im Kampf um die Beherrschung des Weltmarkts haben sich mit der Herausbildung neuimperialistischer Länder gewaltige Machtverschiebungen ergeben. Und insbesondere die USA sind hier weit zurückgefallen. Die besondere Aggressivität der USA gegen einen der Hauptverbündeten des neuimperialistischen Konkurrenten China erwächst gerade aus dem Zwang, diesen Boden wieder gutzumachen. Koste es, was es wolle.
Diese Skrupellosigkeit führt uns heute so nah wie noch nie an einen III. Weltkrieg heran. Mit der Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.

USA-Nordkorea-Konflikt – mehr als nur zwei „machtbesessene Spinner“ Hannes Stockert, Mitglied des Zentralkomitees und umweltpolitischer Sprecher der MLPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert vordergründig die scharfe Rhetorik, ohne ein Wort darüber zu verlieren, dass sich unter anderem Deutschland nicht an der jüngsten UN-Ächtung von Atomwaffen beteiligt und im nordrhein-westfälischen Büchel die US-Atomwaffen mit deutschen Tornado-Bombern einsatzbereit gehalten werden.
Nicht Reaktionäre wie Donald Trump oder Kim Jong Un alleine, sondern das ganze skrupellose imperialistische Weltsystem und seine allgemeine Krisenhaftigkeit sind zum größten Sicherheitsrisiko für die Menschheit geworden.
Machen wir daher den kommenden Antikriegstag am 1. September zu einem weltweiten Kampftag für den Weltfrieden. Eine neue Friedensbewegung muss sich gegen alle Imperialisten wenden. Der Kampf für eine sozialistische Gesellschaft ohne imperialistische Konkurrenz und imperialistische Kriege gehört als fester Bestandteil dieser neuen Friedensbewegung dazu!

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