Diesel-Krise

Ex-VW-Chef Winterkorn schwer belastet

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR hat der ehemalige VW-Manager Bernd Gottweis bei den Ermittlungsbehörden ausgesagt, er habe am 21. Juli 2015 von einer illegalen Software erfahren und wenige Tage später Ex-VW-Chef-Winterkorn informiert.

Von wb / ffz
Ex-VW-Chef Winterkorn schwer belastet
Langsam vergeht EX-VW-Chef Winterkorn das Lachen (foto: Volkswagen AG (CC BY-SA 3.0 unperted))

Wohl gemerkt: Dieser Anruf datiert auf einen Zeitpunkt, über den Winterkorn selber sagt, er habe nichts über die Manipulationen gewusst.

VW habe in den USA beschissen

Er habe dem damaligen Vorstandschef bei einem Telefonat am 27. Juli 2015 mitgeteilt, dass VW in den USA "beschissen" habe. Bei Volkswagen sei dann aber nichts geschehen, berichtete Gottweis den Behörden.

VW-Manager wussten bescheid

Gottweis sagte den Ermittlern, er habe bei einer Sondersitzung des VW-Ausschusses für Produktsicherheit (APS) am 24. August 2015 dem Managerkollegen Heinz-Jakob Neußer Folgendes mitgeteilt: Es müsse intern untersucht werden, wer von den Verstößen gewusst habe. VW müsse die Aktionäre informieren und Rückstellungen bilden. Daraufhin sei aber, so Gottweis, wieder nichts passiert.

 

Das bestätigt erneut die Analyse der MLPD, die von Anfang an darauf hingewiesen hatte, dass Winterkorn, lügt, wenn er erklärt, dass er über die Softwaremanipulationen nichts gewusst hätte. Mehr noch, der Ausgangspunkt des kriminellen Abgasbetrugs ist der Vorstand um Martin Winterkorn